Eine Auswahl der schönsten Bilder vom Mode-Shooting dieser Reise gibt es auch online.
Die Geschichte einer Mode-Reportage
Ein kleines Mädchen, das vor langer Zeit heimlich die Wände in der elterlichen Scheune mit Kalk und Ruß bemalt hat und damit über Polens Grenzen hinaus berühmt wird. Eine Moderedakteurin, die immer schon mal nach Polen wollte und von einem Dorf gehört hatte, das wunderschön bemalt sein soll. Und eine Make-up-Artistin mit polnischen Wurzeln, die mit der Redakteurin befreundet ist und ihrem Freund, einem Fotografen, ihre alte Heimat zeigen will – das sind die Protagonisten unserer Modeproduktion. Fełicja Curyłowa (1904–1974) aus Zalipie hat mit ihrer Malerei eine Tradition mitbegründet, heute ist ihr Elternhaus ein Museum, liebevoll gepflegt von ihrer Enkelin Wanda Racia. Nebenan, im Haus der Malerinnen ("Dom Malarek"), arbeiten zehn Frauen, die die alte Maltradition erhalten - sie stellten uns spontan ihre Räumlichkeiten als "Homebase" für die Produktion zur Verfügung. Und versorgten uns dazu noch reichlich mit Kaffee, Kuchen, Schmalzbroten und Wodka - mit Letzterem natürlich nur in Maßen.
Alle Kommunikation lief zunächst über Agnesha Kollien, unsere Make-up-Artistin, weil sie als Einzige des Teams Polnisch spricht. Später allerdings haben alle festgestellt, wie gut es sich auch mit Händen und Füßen reden lässt. Dazu hat vor allem die Tanzgruppe beigetragen, die extra für uns mit dem Bus angereist kam und sofort gute Laune verbreitete. Agnesha Kolliens Nichte Wiktoria sowie Marzena Skibicka, unsere Hauptperson vor der Kamera, haben fröhlich getanzt. Eigentlich müsste der Platz hier für lange Danksagungen reserviert sein: Selten hat unser Team so viel freundliches Entgegenkommen und unkonventionelle Hilfe erlebt wie bei dieser Reise nach Polen.










