Auch giftige Pflanzen finden sich im Wala-Kräutergarten. Wie der Eisenhut. Als Medikament wird die gefährliche Pflanze zum Helfer: zum Beispiel gegen Ohrenschmerzen.
Rosmarin, Rosmarinus officinalis: Der würzige Weckdienst
Eigentlich ist der Rosmarin eine typische Pflanze der Mittelmeerküste. Der lateinische Name Rosmarinus bedeutet nämlich Meertau. Mittlerweile ist der duftende Strauch aber ebenso fester Bestandteil deutscher Gärten und Balkons, nicht zuletzt, weil er als Gewürz hervorragend zu Fleisch oder Kartoffeln passt und alle Gerichte bekömmlicher macht. Interessanterweise duften bei dieser Pflanze nicht die Blüten, sondern die nadelförmigen Blätter. Das aber so intensiv und betörend, dass Männer, denen dieser Geruch nichts bedeutet, früher als liebesunfähig galten. Der Extrakt der Blätter wirkt antibakteriell und durchblutungsfördernd und wird deshalb gern für belebende Badeoder Duschessenzen oder in klärenden Produkten für unreine Haut verwendet.
z. B. in: "Rosmarin-Aktivierungsbad" von Weleda, "Conditioning Hair Oil" von Origins Organics.
Salbei, Salvia officinalis: Der bewährte Alleskönner
Schon im Mittelalter galt Salbei als Allzweckwaffe gegen eine ganze Reihe von Wehwehchen: So setzten ihn Paracelsus und Hildegard von Bingen unter anderem gegen Fieber, Koliken, Erkältungen und Zahnschmerzen ein. Die antibakterielle Wirkung seiner länglichen Blätter macht sich heute auch die Kosmetik zunutze. Bei unreiner und fettiger Haut kann Salbei-Extrakt schonend desinfizieren und klären.
z. B. in: "Salbei Gesichtswasser" von Martina Gebhardt, "Clear Skin Abdeckstift Salbei" von Logona.
Sanddorn, Hippophae rhamnoides: Die wehrhafte Vitaminbombe
Der Sanddorn ist ein weit gereister Gast. Vor rund 17 000 Jahren soll er mit der Eiszeit aus Tibet hierher gekommen sein, seither fühlt er sich bei uns vor allem auf sonnigen Böschungen wohl. Die orange leuchtenden Früchte enthalten neunmal so viel Vitamin C wie Zitrusfrüchte, Sanddornsaft wirkt deshalb sehr gut gegen Erkältungen und wird seit 2000 Jahren in der chinesischen Medizin als Muntermacher eingesetzt. Das Öl der Sanddornsamen tötet Bakterien ab, macht die Haut geschmeidig und wirkt wegen seiner Kombination aus Vitamin E und Provitamin A gegen freie Radikale. In der Kosmetik findet man Sanddorn vor allem in Anti-Age-Pflegen und reichhaltigen Feuchtigkeitscremes.
z. B. in: "Sanddorn Nachtcreme" von Tautropfen, "Natural Basics Feuchtigkeitscreme Bio-Sanddorn + Papaya" von Sante, "Sanddorn Pflegemilch" von Weleda.











