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Die Ausgangssituation
Kulturwissenschaftlerin und Mutter, 36, aus Hamburg
Wann es genau anfing, weiß Silke nicht mehr. Aber seit der Schulzeit kennt sie das Gefühl, wie sich über den Rücken langsam die Röte anschleicht, das Herz bis zum Hals klopft und Ohren und Gesicht zu glühen beginnen. In einer größeren Runde zu reden ist für sie Horror: Egal, ob in privater oder beruflicher Umgebung, sie wird rot. Je mehr Silke an ihren roten Kopf denkt, umso schlimmer wird es, manchmal kriecht die Röte sogar bis in die Nasenspitze.
Um ja nicht in eine solche Situation zu geraten, hat Silke während ihres Studiums nur Hausarbeiten geschrieben, statt Referate zu halten. Und immer wieder Ausreden gesucht, wenn doch eines drohte.
Jetzt arbeitet sie in Teilzeit im Besucherservice der Hamburger Museen, möchte beruflich vorankommen. Vorträgen kann sie sich nicht länger entziehen. Deshalb sagt sie: "Ich wünsche mir Tricks, die mir helfen, öffentliche Situationen nicht mehr als so peinlich zu empfinden. Ich möchte endlich die Angst loswerden, die Leute könnten denken, ich sei unsicher. Mich zu Wort melden ohne die Befürchtung, die anderen würden über mich lachen. Einfach mitreden - ohne zu wissen, gleich sind sie wieder da, meine glühenden Ohren und die rote Nase."










