Lippen-Make-up

Schöner Kussmund: Die Expertin sagt, wie's geht

Lieber Rot oder Nude, mit oder ohne Konturenstift, und was hilft gegen trockene Lippen? Unsere Expertin antwortet auf wichtige Fragen rund ums Lippen-Make-up

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Was hilft gegen trockene und rissige Lippen?

Wenn die Lippen rau und kaputt sind, ist es gut, sie mit leichter Wundsalbe erst mal gesund zu pflegen und vor Bakterien zu schützen (z. B. "Bepanthen" von Bayer Health Care). Wer generell trockene Haut hat, ist mit Creme-Lippenstiften (z. B. mit Panthenol oder Vitamin E) besser dran als mit einem Gloss. Alternative: zartrosa Repair-Gloss mit viel Glycerin (z. B. von La Roche-Posay).

Wie korrigiere ich Lippenstift, der in Fältchen gelaufen ist?

Erste Hilfe kommt mit einem angefeuchteten Wattestäbchen, das korrigiert z.B. auch, wenn man sich vermalt hat. Einfach breit lächeln, Stäbchen senkrecht auf die Haut setzen und von dort aus Richtung Lippenrand ziehen. Wer viel Zeit fürs Schminken hat, kann den Mund mit feuchten Make-up-Entfernertüchern komplett abzuschminken und die Farbe neu auftragen. Bei vielen Fältchen gilt übrigens immer die Regel: Weniger ist mehr!

Was hilft, damit der Lippenstift nicht auf den Zähnen landet?

Zunächst einmal nicht zu dick auftragen und Lippenstift nicht zu dicht an die Mundschleimhaut bringen – besonders bei leicht vorstehenden Zähnen. Mit dem Taschentuch überschüssige Lippenstiftfarbe abtupfen. Bei deckendem Farbgloss einfach ein Papiertaschentuch um den Finger wickeln, Finger mit den Lippen umschließen, halten und ihn vorsichtig wieder herausziehen.

Beigefarbener Lipgloss ist Trend, aber lässt manches Gesicht so blass wirken!

Trends bieten keinen Grund, unsicher zu werden. Wer nicht blass wirken möchte, benutzt einfach ein deckendes Gloss in kräftigeren Farben wie Braunlila (Mauve) oder Braunorange. Vorsicht nur bei sehr dunklen Nuancen, die stellen einen sehr harten Kontrast zur Haut her und lassen einen schnell etwas streng wirken, und die Haut manchmal noch blasser.

Lässt sich Herpes überschminken? Und was bringen sogenannte Patches?

Solange die Fieberbläschen nicht offen sind, kann man die kleinen Erhebungen unter etwas Concealer verstecken – dabei die Abdeckcreme mit der Fingerspitze verteilen. Seit Kurzem gibt es so genannte Patches, erbsengroße transparente Pflaster ("Compeed Herpesbläschen-Patch"). Die Pflaster sind wirkstofffrei, funktionieren aber nach dem Prinzip der feuchten Wundheilung, trocknen nicht aus und vermeiden das Verschorfen. Weil das Pflaster matt ist, deckt es Herpes anfangs und auch in seiner schlimmsten Phase ab. Tipp: Nach dem Essen unbedingt gucken, ob das Pad nicht verrutscht ist, und besser erneuern. Wer eine Wirkstoffcreme auftragen will, sollte sie erst gut einziehen lassen, sonst hält das Pflaster nicht.

Zu guter Letzt der klassischer Fehler beim Lippen-Make-up: Zu dunkle Konturen!

Ein Konturenstift, der deutlich dunkler ist als der Lippenstift – das geht leider gar nicht. Es ist ein Relikt der achtziger Jahre: Viele Kosmetikerinnen empfahlen damals, gerade bei rotem Lippenstift, den Konturenstift viel dunkler zu wählen. Doch was passiert im Laufe des Tages, vor allem während des Essens? Der Lippenstift verabschiedet sich, was bleibt, ist der dunkle Rand. Deshalb den Konturenstift in der Farbe der Lippen oder des Lippenstifts wählen und ihn immer gut verblenden.

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  • Stills: Alan Ginsburg
    fachliche Beratung: Dr. Birgit Kunze, Dermatologin, Hamburg
    Foto: Photocase
BRIGITTE WOMAN
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