Élégant, très chic, luxueux - das ist nichts für Matali Crasset. Es gibt kein französischen Frauen anhaftendes Klischee, das die Designerin nicht bricht. Allein die Frisur: ein radikaler Pilzkopf à la Luc Bessons Jeanne d'Arc. Und dann ihr Design: eigenwillig, radikal innovativ und weit entfernt vom so genannten guten Geschmack.
Kritiker sagen ihren Entwürfen Naivität oder sogar Infantilität nach. Und das ficht die 46-Jährige nicht an: "Das ist doch nichts Schlechtes! Im Design ist alles möglich. Und das ist wie bei einem Kind, dessen Vorstellungsvermögen noch nicht eingeschränkt ist, dem im Denken nichts verboten ist." Statt schicke Objekte für eine Elite zu entwerfen, will Matali Crasset demokratisches Design, bei dem die Kunden die Kontrolle haben. Ihr ist wichtig, dass sich Möbel dem Menschen und seinen Bedürfnissen anpassen, nicht umgekehrt.
Viele ihrer Entwürfe orientieren sich am modernen Nomadenleben und dem begrenzten Wohnraum in Großstädten. "Design ist Risiko", sagt Matali Crasset. "Nur wer sich etwas traut, kommt voran. Bislang sehen unsere Wohnungen und Einrichtungen noch aus wie die unserer Eltern. Die Lebensweisen haben sich jedoch verändert. Für die neuen Bedürfnisse das passende Umfeld zu gestalten ist heute die wichtigste und spannendste Aufgabe für Designer."
Ihr Lebenslauf
1965 wird Matali Crasset in Châlons-en-Champagne (Frankreich) geboren
1991 macht sie ihren Abschluss an der École Nationale de Création Industrielle in Paris
1993 beginnt sie ihre Zusammenarbeit mit Philippe Starck
1998 gründet sie ihr eigenes Designstudio in Paris
2006 wird sie Designerin des Jahres (www.matalicrasset.com)







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