Villen in London

Wie viel Luxus darf es sein?

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In den USA können sie sich für ihre Pfund richtig was leisten. Und so fallen sie dort scharenweise mit Billigfliegern ein und kehren mit Koffern voller Schnäppchen zurück. Mein Haus steht in einer ruhigen Mittelklassegegend, fünf Minuten entfernt sowohl von großen Villen wie winzigen Sozialreihenhäusern. Ich kann meinen Hund in beide Richtungen ausführen. Und wissen Sie was? Ihm ist es völlig wurst, wo er seine Exkremente fallen lässt und sein Revier markiert. Er ist wie die meisten Ur-Londoner: Sie hängen an ihrem eigenen Viertel und betreten die reichen Gegenden nur zur visuellen Ersatzbefriedigung. Sie tolerieren die Superreichen eher desinteressiert, es sei denn, sie dienen als Klatschfutter. Denn falls die Londoner aller Schichten etwas verbindet, dann die Leidenschaft für Promiklatsch. (Darf ich kurz – und stolz! – anmerken, dass Amy Winehouse in meinem Viertel aufgewachsen ist?)

Etwas bleibt immer

So erfuhr ich gerade von meinem Friseur, dass wieder eine Villa für 40 Millionen Pfund verkauft wurde. Der britische Plattenproduzent Simon Cowell, Erfinder des erfolgreichen TV-Formats "Pop Idol" (die deutsche Variante heißt "Deutschland sucht den Superstar"), ist astronomisch reich, lebt in Los Angeles und leitet ein weltweites Musikimperium. Auch er konnte nicht widerstehen und steckte seine Millionen in eine Trophäe in London. Fürchtet er etwa, sein Reich könnte untergehen? Ich glaube, er braucht sich keine Sorgen zu machen. Falls seine Musikkarriere abstürzt, kann er immer noch eine Ecke von Madonnas Muckibude mieten. Oder mein Gästezimmer.

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  • Artikel vom 06.03.2009
  • Text: Elena Lappin
    Foto: Getty Images
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