Dieses Jahr ist etwas Lustiges in London passiert. Finde ich jedenfalls. Madonna hat für sechs Millionen Pfund das sechsstöckige Haus neben ihrem eigenen gekauft und es zum privaten Fitness-Studio umbauen lassen.
„Madonna hat lange nicht die oberen Ränge erreicht.“
Mit diesem Ankauf (obendrein hat sie ein Landgut, einen falschen britischen Akzent und einen englischen Ex-Ehemann aus vornehmem Stall) müsste sie hier eigentlich zur Oberschicht gehören. Doch auf der Immobilien-Skala hat Madonna noch lange nicht die oberen Ränge erreicht.
Die teuersten Häuser kaufen Leute, die nicht mal mit Briten verheiratet sind und die ihre Anwesen die meiste Zeit leer stehen lassen. London würde gern als ultramoderne Großstadt gelten, die für die Bedürfnisse der Bevölkerung rundum sorgt. Vor allem jetzt, in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012.
Mekka für ausländische Millionäre
Die Wahrheit sieht anders aus: Die Stadt kämpft immer noch mit uralten Klassenproblemen und einer dauerbröckelnden Infrastruktur. Und doch ist London das Mekka immer neuer Wellen ausländischer Millionäre, die anscheinend ohne ein fettes Stück von unserem Immobilienkuchen nicht glücklich werden können. Diese Superreichen, darunter etliche Milliardäre, haben einen besonderen Namen: "Ultra High Net Worth Individuals" – Einzelpersonen mit megahohem Nettowert.







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