"Ich will nicht!", dachte Natalie verzweifelt, als sie zum ersten Mal allein am Hamburger Flughafen saß, in der Hand ein Kreta-Ticket. "Jetzt sitzen hier lauter glückliche Pärchen und strahlende Familien und ich mittendrin." Sie erinnert sich: "Ich habe total Schiss bekommen!"
Wie Natalie geht es vielen urlaubshungrigen Frauen. Als sie vor sieben Jahren ihren ersten Kreta-Urlaub buchte, war sie Single und ihre Freundinnen liiert. Irgendwann war sie so erholungsbedürftig gewesen, dass sie sich an ein Reisebüro wandte. Dort riet man ihr, es doch mal mit einem Club zu versuchen. Ein guter Tipp: Als sie im Hotel auf Kreta ankam, legte sich der Stress augenblicklich. Beim Einchecken traf sie auf andere Menschen, die auch allein auf Reisen sind, man verabredete sich spontan zum Abendessen. Kurze Zeit später lernte sie eine andere Hamburgerin kennen, mit der sie bis heute eng befreundet ist.
Natalie urlaubt am liebsten im Club
Seitdem wählt die 42-jährige Personalberaterin nur noch diese Urlaubsform. "Ich finde toll, dass man sich um nichts kümmern muss. Und es ist leicht, Leute kennenzulernen: Es gibt ein großes Sportangebot und beim Essen große Tische, an denen man schnell ins Gespräch kommt. Wenn man alleine sein will, zieht man sich einfach mit seinem Glas Wein auf den Balkon zurück."
Cluburlaube eignen sich gut für Frauen, die etwas ängstlicher sind. Man findet schnell Anschluss, Ausflüge kann man problemlos in der Gruppe unternehmen. Doch trotz der angebotenen Ausfahrten ist ein Cluburlaub nichts für Leute, die Land und Leute kennenlernen wollen, räumt Natalie ein. Er ist was für Leute, die gerne Sport oder, je nach Club, auch gerne Party machen.
Lesen Sie auf den nächsten Seiten noch mehr Geschichten von Frauen, die sich allein auf Reisen machen.











