Sie hat viel zu bieten: Berufserfahrung in verschiedenen Branchen, Lust auf neue Aufgaben, Flexibilität. Denn ihre fünf Kinder sind jetzt alle aus dem Haus. Und das Organisationstalent einer mehrfachen Mutter bekommt der neue Chef kostenlos dazu. Aber zählt das alles überhaupt noch auf dem Arbeitsmarkt? Karin Dörr ist da nicht mehr sicher: Seit einem Jahr sucht die 56-Jährige wieder einen Job und bekommt immer nur Absagen. Doch sie lässt den Kopf nicht hängen, sondern analysiert die Situation: Was würde ihr gut tun? Wer könnte ihr helfen? Ihr Fazit: "Ich brauche neues Selbstbewusstsein." Und sie möchte auch äußerlich mehr aus sich machen. "Aber allein komme ich nicht weiter", schreibt sie an BRIGITTE WOMAN. Wir haben ein starkes Team für sie zusammengestellt: Mode-Expertin Michaela Gerganoff hat das Styling übernommen, Karriere- Beraterin Doris Hartmann unterstützt Karin Dörr bei der Suche nach einem Job, der zu ihr passt.
Wichtige Stationen im Leben von Karin Dörr
1949 Geboren in Duisburg
1964 Erster Job als "jugendliche Angestellte" in einer Versicherung. Eine richtige Ausbildung? Findet ihr Vater überflüssig...
1966 Heirat mit 17. Umzug nach Stuttgart, dort Stenokontoristin im Betrieb der Schwiegereltern
1967 Sekretärin in der Werbung sowie bei einem Automobilkonzern; erstes Kind. Weiterarbeiten? Auf jeden Fall...
1972 Trennung von ihrem Mann und Rückkehr ins Ruhrgebiet. Job in der Personalabteilung einer chemischen Fabrik
1974 Sekretärin des Geschäftsführers in einer Werbeagentur
1975 Neue Herausforderung: die Auslandsabteilung einer Baufirma.
Auch privat ändert sich das Leben. Sie lernt ihren zweiten Mann kennen; Heirat nach knapp drei Monaten.
1977-1987 Geburt von zwei Söhnen und zwei Töchtern.
Karin Dörr: "Dann das alte Muster: Mann arbeitet, Frau bleibt zu Hause. Aber ein Job wäre in dieser Zeit nicht drin gewesen"
1993 Umzug nach Berlin, wo sich ihr Mann in der Baubranche selbständig macht. Dort Mitarbeit als Sekretärin
2000 Trennung von ihrem Mann. Seit langem wieder auf Jobsuche - mit 51. In Augsburg Arbeit als Callcenter-Agent. Später baut sie in der jungen Firma die Personalabteilung mit auf.
2001 Wieder in Berlin; dort Arbeit als Sekretärin
September 2005 Sie kündigt ihren Job, wird arbeitslos. Bittere Erkenntnis: "Eine starke Frau ist oft weder bei einer starken Chefin noch bei jüngeren Mitarbeitern sehr gefragt"







Die schönsten Seiten der Literatur


Mich würde interessieren, ob Sie eine entsprechende Arbeit gefunden hat?
Haben ihr die Tipps geholfen?
Ein up-date wäre super.
Herzliche Grüße, Brigitte