Meine Freundin Sabine und ich führen eine Winterfreundschaft. Von Oktober bis Ende März teilen wir Männergeschichten, Jobsorgen und Weinflaschen, ab April bin ich abgemeldet. Dann gehören Sabines Aufmerksamkeit, ihre freundschaftliche Liebe und ihre ganze Zeit Kati. Kati ist ein Segelboot. Und das will besucht, gepflegt und ausgefahren werden. In jedem Urlaub, an jedem Wochenende und in jeder freien Minute. Sabine ist nahe- zu besessen von Kati und vom Segeln. Und das unterscheidet meine Freundin von mir: Sie hat eine Leidenschaft. Ich habe keine.
Ich war schon als Kind völlig ohne Leidenschaften
Offenbar liegt mir die "Ganz-oder-gar-nicht-Mentalität" nicht, die man für eine Leidenschaft braucht. Schon als Kind mangelte es mir daran. Im Turnverein stellte ich schnell fest, dass Schwebebalken und Radschlag nicht meiner Vorstellung von sinnvoller Freizeitgestaltung entsprechen. Klavierspielen war mir nach einem Jahr zu anstrengend. Und als alle meine Freundinnen plötzlich "Pferde-Mamis" wurden, wusste ich sofort, dass es zwar Spaß macht, durch den Wald zu reiten, dass mir diese Tiere aber niemals so wichtig werden könnten, dass ich freiwillig einen Stall ausmisten würde.







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am um
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chief
am 13.06.12 um 16:58
hallo ertappt, man findet immer die Dinge die man gerade nicht sucht und erkennt den Wert nicht.
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Ertappt
am 12.06.12 um 20:25
Ich hätte es nicht für möglich gehalten - und ehrlich gesagt schon gar nicht in einer schnöden Frauenzeitschrift - mich in einem Artikel so wieder zu finden. Seit ich 14 bin (und das ist nun schon 15 Jahre her... oh Himmel...) bin ich auf der Suche nach meiner einen großen Leidenschaft, die mir Sinn und Glück gibt. Alle anderen um mich herum scheinen sie zu haben und zu kennen... ich kann mich für alles begeistern, aber eben für nichts so sehr, dass es mich oder andere gänzlich überzeugt. In einer Welt in der Leidenschaft für jeden noch so stupiden Job verlangt wird, ein echtes Problem.
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chief
am 09.04.12 um 09:08
hallo mango,unsere Eltern waren nun mal keine studierten Psychologen sondern Eltern die es gut machen wollten.Deshalb muss man sich von diesen Altlasten befreien wenn man ein gluecklicher Mensch werden will- ich habe es jedenfalls genauso gemacht!
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Mango
am 08.04.12 um 21:58
Ich bin nicht sehr begeisterungsfähig.
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Iris
am 05.04.12 um 18:11
Was für ein sinnloser Text.
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chief
am 05.04.12 um 09:10
genau samsara, meine Leidenschaft findet nur in mir drin statt und es ist mir egal was andere denken.Gleichgesinnte sind mir natürlich lieber aber sie sind rar!
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chief
am 05.04.12 um 09:05
hallo marga colada, Begeisterung ist etwas was schnell wieder verfliegt wie ein neuer Film, ein gutes Essenetc. Aber Leidenschaft für eine Sache geht schon tiefer und ist auch etwas was ich vermisse wenn ich zu lange darauf verzichtet habe!
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Marga Colada
am 04.04.12 um 11:09
ich bin der Meinung, dass Leidenschaft und Begeistung nahe Verwandte sind. Ich kann mich sehr schnell für etwas begeistern, bin dann auch mit Feuereifer bei der Sache, aber manchmal legt sich diese anfängliche Begeisterung wieder und gehört dann einfach zu einem dazu. Ich finde es auch besser mehrere "Leidenschaften" zu haben als nur eine einzige, das wäre schön langweilig. Mich verfolgen zB Bücher schon mein Leben lang, nur die Themen ändern sich mit dem Alter. somit kònnte man auch Lesen als Leidenschaft bezeichnen. das Interesse besteht schon immer, aber verändert sich ständig. das Gänze ist also nur eine SAche der Perspektive.....
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Samsara
am 03.04.12 um 20:45
Mir geht es seit ein paar Jahren so, früher hatte ich meine Leidenschaften und kenne auch den "flow", es hat sich geändert und fühlt sich nciht immer angenehm an, besonders dann, wenn ich auf andere stoßr, die mir leidenschaftlich von ihrem Abenteuer Leben berichten. Dann fühle ich mich gnadenlos langweilig neben ihnen. Bin ich wieder bei mir und meinem Alltag, dann spüre ich aber auch, dass die lange Weile der Raum ist , den ich brauche: für mich und niemand anderen!
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Fadi
am 03.04.12 um 17:26
Irgendwie fühle ich mich ertappt. Ich mag 100 Dinge liebend gerne, aber eben nicht zu 100% oder ständig. Ich bin sportlich, aber brauche Auszeiten. Ich kann gut malen oder schreiben, aber high habe ich mich dabei auch nicht gefühlt. Vielleicht weil es nur Mittelmaß ist. Als Kind bin ich oft umgezogen, mußte mich ständig neu anpassen. Liegt es daran? Meine Eltern wollten, das alles immer perfekt ist. Nur so war ich eben nie. Außer in der Schule, aber die dauert ja nicht ein Leben lang.
mehr (17)Noch bin ich auf der Suche nach dieser Leidenschaft... aber vielleicht ist das ja, wie der Artikel anregt, die falsche Idee... Am Ende des Tages ist es Zufriedenheit, die ich suche, aber einfach nicht finde...
Trotzdem: Danke für diesen Artikel. Ich bin also nicht allein.
Ich schiebe es auf meine Mama, die mir immer, wenn ich mich über irgendetwas gefreut habe mit einem "aber" kam. "Oh, du hast aber eine tolle Schreibtischlampe geschenkt. Jetzt musst du aber auch immer dein Zimmer aufräumen, sonst wirkt sie garnicht!". "Das ist aber ein schönes Kleid, jetzt musst du aber aufhören, immer Süßigkeiten zu essen, sonst passt es dir bald nicht mehr!" Egal, worüber ich mich gefreut hab - sie fand einen Grund, mir eins reinzuwürgen und die Begeisterung zu dämpfen. Wie soll man sich da noch über irgendwas freuen, wenn es einem immer madig gemacht wird?
Warum müssen immer alle gleich sein? Warum macht sich eine Frau, die offensichtlich keine besondere Leidenschaft für etwas hat, eigentlich Gedanken darüber? Weil sie glaubt, sie müsste welche haben, um "mysteriöser" zu wirken?
Offensichtlich hat sie doch eine Leidenschaft: Die Unzufriedenheit mit sich selbst - oder weshalb vergleicht sie sich stets mit anderen?