If you want to sing out, sing out! And if you want to be free, be free...
Dieser Song von Cat Stevens (auch er hat sich gehäutet: Seit er Ende der 70er Jahre zum Islam konvertiert ist, nennt er sich Yusuf Islam), eine Hymne an die Selbstverwirklichung, an die persönliche Freiheit, war der Soundtrack zum Kultfilm der 70er Jahre "Harold and Maude" - und zum neuen Lebensgefühl unserer Mütter. Unsere Mütter wollten nicht mehr brav sein. Und erst recht nicht wollten sie ihre Töchter zu braven Mädchen erziehen. Wir sollten den direkten Weg zu uns selbst gehen können. Sie schenkten uns Fingerfarben, damit wir uns kreativ austobten. Nur brave Mädchen kolorieren innerhalb vorgedruckter Linien! Wir durften nicht mit Barbiepuppen spielen und unsere ersten Achselhaare nicht rasieren, denn wir sollten uns keinem Schönheitsideal unterwerfen. Uns nicht festlegen, nicht auf einen Mann, nicht auf eine Rolle. Wir sollten uns selbst verwirklichen. Die Welt stand uns offen. Alles war möglich. Das glaubten wir natürlich gern. Wir probierten alles aus. Und waren also, laut Duden, genau deshalb brav: Wir verhielten uns so, wie unsere Mütter es von uns erwarteten. Wohin hat uns das geführt?
And if you want to live high, live high. And if you want to live low, live low
"Eine noch", sagt Verena und nimmt sich eine neue Bücherkiste vor, "dann gehen wir was essen." Wir sitzen auf halb ausgepackten Umzugskisten. Meinen Umzugskisten. Vier Wände umgeben mich, ein einziges Zimmer. Eben lebte ich noch in einem Haus. Einem Traumhaus mit sieben Zimmern und zwei Bädern. Mit einem Garten und einer Waschküche. Und viel Stauraum. Doch alles, was wirklich mir gehört, findet Platz in diesen vier Wänden. "Schau mal, wie passend!" Kichernd hält Verena ein Buch hoch. Ein Zimmer für sich allein – das hat Virginia Woolf schon vor 80 Jahren gefordert. Als Grundrecht jeder Frau, als Symbol der Unabhängigkeit und Grundvoraussetzung ihrer schöpferischen Kraft. Warum habe ich es nicht fertiggebracht, eines der sieben Traumzimmer zu meinem zu machen?







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am um
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andrea
am 01.01.13 um 15:44
mir geht es wie den anderen hier, ich finde den text etwas flach und unreif. aber das geht mir mit den texten von milena moser, die ich bisher gelesen habe (ein buch und zwei texte) immer so. für mich klingt es so, als ob sie denkt, sie wüsste bescheid. aber ihre aussagen klingen für mich sehr unreflektiert, da fehlt einfach die tiefe. um es ebenfalls mit einem oldie zu sagen: liebe milena, "you ain´t seen nothing yet"!
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Regine Knoblich
am 21.11.12 um 18:39
Was ist diesen armen Frauen nur angetan worden, dass sie so bitter geworden sind und glauben, sie müssten sich mit krampfhafer Emanzipation rächen!
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ariella60
am 11.11.12 um 11:10
Muss denn die Entdeckung des eigenen Ich immer mit so hohen Kollateralschäden verbunden sein? Verlassene Ehemänner, verstörte Kinder...Mir gefällt diese Sichtweise "jetzt bin ich aber mal dran!" überhaupt nicht. Ich empfehle, bei der Partnerwahl genauer hinzusehen und dann zu versuchen, den Weg dann gemeinsam zu gehen und auch mal etwas auszuhalten, was nicht perfekt ist. Das geht nicht immer. Aber manchmal schon, wie einige glücklich zusammengeraufte Paare aus meinem Freundeskreis beweisen. Grundsätzlich gilt ja: Wo immer man auch hingeht, sich selbst nimmt man mit.
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neus
am 02.11.12 um 14:56
Ouff, ist mir erspart geblieben, denn ich habe gnadenlos gemacht was ich wollte. Meine Eltern und auch meine ganze Umwelt hat es mir zuerst erschwert, dann noch versucht mir Hindernisse in den Weg zu legen und schliesslich haben es mir Einige sogar übel genommen. Egal, ich habe durchgehalten und bereue nichts !
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Iris
am 29.10.12 um 14:05
Anna hat es bereits auf den Punkt gebracht: Dieses Labern, Reden, alles Zerreden ist die Achillesferse der Frauen.
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Anna
am 25.10.12 um 05:08
lle ich mir :). Anna
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Anna
am 25.10.12 um 04:59
in meinem 60. Lebensjahr schaue ich zurück auf diese Zeit, die oben in dem Bericht beschrieben wird und kann dazu meine aktuelle Meinung geben, dass der Überfluss nicht nur im Konsum, sondern auch im Labern, Reden, alles Zerreden einen regelrecht anlafft.
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Chris
am 24.10.12 um 19:15
Also, der Text hat mir nicht gefallen. Zuviel leeres Psycho-Gebrabbel. Und voellig Ich-bezogen. Und selbst nach vier Seiten Text habe ich immer noch keine Ahnung warum die Autorin sich trennt, wahrscheinlich eine Midlife-Crisis? Leider kommt die Autorin auch als etwas weltfremd daher. Die einzig bodenstaendige und symphatische in dem Text ist die Kellnerin Yolanda.
mehr (8)Deswegen ist es mir - ebenfalls im sechzigsten Lebensjahr - auch völlig egal, ob ich brav oder böse oder sonst was bin. Wenn ich eines gelernt habe, dann das: Die soziale Kontrolle, die Frauen durch dieses Gelaber auf einander ausüben, ist kontraproduktiv.
Wer nicht lernt, sich all diesen Klischees rechtzeitig zu entziehen, wird nie wissen, was er selbst will.
Empfehle begeistert als Anleitung zur Lebensphilosophie folgendes Buch von Jenny Joseph: "WARNING: When I am an old woman I shall wear purple"
Es kommt der indischen Sichtweise auch ganz besonders entgegen, dass sich dort die Frauen sogar schon mit großer Vorfreude auf die Zeit der "Wechseljahre" einstimmen.
Viel besser als das Thema Klimakterium wie typisch in Deutschland klagend und jammernd mit unserer kostbaren Energie zu vergeuden.
In der +/- Liste für diesen Lebensabschnitt gewinnt bei mir eindeutig das tolle Mutmacher-Buch von Jenny Joseph. Es stimmt fröhlich, macht gute Laune und Lust zum Tanzen, um die Leichtigkeit des Seins zu spüren - das ist wunderschön! So genug gelabert, jetzt wieder Leben und Genuß der schönen Herbststimmung! Anna
Ich zweifle mich nicht an, bin stolz auf meinen Rückblick, lebe bewußt jetzt und hier und bin noch neugierig und gespannt, was alles kommt.
Ganz wichtig: Mit dem Rückblick auf ein Familienleben, das mein halbes Leben ausmacht, habe ich meinen Veränderungsprozeß gut gemeistert, um etwas ganz wichtiges in der Gegenwart möglich zu machen: Meine Zeit als Frau nach meinen Bedürfnissen ausrichten können, meine Wertschätzung als Frau in einer neuen Partnerschaft erleben zu dürfen und - DAS LEBEN GENIESSEN!
Ich wünsche allen Frauen und besonders den 68-gern, dass sie auch zu einer so erfüllenden und zufriedenen Lebensweise finden können im reifen Lebensabschnitt. Ich spüre, dass ich jetzt keck und frech werde - und so gefa
Da gibt es bessere Texte zum Thema Selbstverwirklichung. Oder Trennung.