Hund-katze-header
Mein tierischer Freund

Trauer um Tiere
Wenn der eigene Hund stirbt

Der eigene Hund stirbt - und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Aber wie sehr dürfen wir eigentlich um ein Haustier trauern? Und was, wenn uns keiner versteht?

Sehr viele User haben diesen Artikel bereits kommentiert: Möchten Sie sich mit Ihnen austauschen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.

  •  
  •  

Foto: Waters/Getty Images

Die wenigsten Artikel fangen mit dem Tod an. Schon gar nicht mit einem Tod, der vier Jahre zurückliegt. Und noch ungewöhnlicher ist es, wenn es dabei "nur" um einen Hund geht. Aber meine Geschichte beginnt dort. Vor vier Jahren ist Pira, meine Beagle-Hündin, gestorben.

Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke. Es tut nicht mehr weh, aber trotzdem vermisse ich sie. Ich frage mich, ob das wirklich normal ist. Warum beschäftigt mich ein Tier so stark?

"Die Beziehung von Menschen zu Haustieren ist oftmals eine ganz besondere", erklärt Diplom-Psychologin Claudia Pilatus, die auch das Buch "Es ist doch nur ein Hund - Trauern um Tiere" geschrieben hat. "Zum einen natürlich, weil die Tiere immer präsent sind. Vor allem ist es aber die Form der Kommunikation. Gesten, Blicke - das gewinnt eine besondere Bedeutung. Ich kann dem Tier alles erzählen, ohne dass ein gesprochener Kommentar zurückkommt - und doch fühle ich mich verstanden. Gerade ein Hund ist ein geduldiger Zuhörer, immer zur Stelle und leicht zu begeistern."

Schon früh kommt die Angst, dass der Hund stirbt

Beagle-Hündin Pira

Beagle-Hündin Pira

Pira war wirklich etwas Besonderes und vor allem der schönste Hund der Welt. Aber das sagt wahrscheinlich jeder Hundehalter von seinem Hund. Meine Eltern haben sie gekauft, als wir drei Töchter alle in der Pubertät waren und nicht viel übrig hatten für eine sanfte, harmonische Form der Kommunikation. Dieser kleine Hund hat in uns wieder die liebevollen Seiten geweckt.

Aber mit der Liebe kam auch die Angst, dass sie sterben könnte. In der "Vor-Pira-Zeit" hatte mein Vater mal erzählt, dass sich sein Kollege Urlaub genommen habe, um seinen Hund beim Sterben zu begleiten. Darüber haben wir noch gelacht. Jetzt konnten wir ihn verstehen.

Seite:

  1. 1
  2. 2
  •  
  •  
Sie interessieren sich für unsere Themen? Kostenlosen Newsletter bestellen