Foto: Henrik Sorensen/Getty Images
Wenn die 45-jährige Corinna und ihr 52-jährige Lebensgefährte Martin nachts in die Träume fallen, dann liegen sie nur selten nebeneinander, denn sie haben getrennte Betten - ein großes Schafzimmer und ein "extra Ausweichzimmer". Dass andere Menschen das merkwürdig finden könnten, stört sie überhaupt nicht. "Wir haben uns noch nie danach gerichtet, was andere denken. Wir brauchen die Distanz in unserer Beziehung, ganz nach dem Motto. 'Ich kann nur bleiben, wenn ich gehen kann'", sagen beide übereinstimmend.
Doch Corinna und Martin waren nicht immer Freunde der nächtlichen Distanz, das begann erst vor sieben Jahre, als ihr Sohn geboren wurde. "Danach haben wir festgestellt, dass unser Schlafrhythmus einfach zu verschieden ist. Für uns beide war klar, dass jeder nachts mal seine Ruhe braucht." Und der Sex? "Der ist in unserer Beziehung weder mehr noch weniger geworden, er ist nur nicht mehr "automatisch" da. Jetzt muss man dem anderen deutlich machen, wann man Lust hat."
Viele Paare stören sich gegenseitig im Schlaf: Weil sie schnarchen, unruhige Beine haben oder nachts aufstehen. Das führt dazu, dass ein Partner oftmals schlecht ein- oder durchschläft, morgens genervt aufwacht und den Stress weiter in die Beziehung trägt. An Sex ist dann sowieso nicht mehr zu denken. Getrennte Betten wären somit doch die ideale Lösung für viele Paare, oder?
Das zumindest würden wahrscheinlich viele Schlafforscher unterschreiben. "Ein erholsamer Schlaf im gemeinsamen Ehebett wird im Alter sogar schwieriger. Ab 65 Jahre schnarchen 40 bis 50 Prozent aller Menschen", erklärt Dr. Tilmann Müller, Schlafforscher der Universität Münster.







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Bascha
am 11.04.13 um 10:06
Getrennte Betten sind vielleicht im Alter wenn sich nicht mehr soviel im Bett abspielt und wenn " man " schnarrcht empfehlenswert , aber ich glaube der meiste Streit wird in gemeinsamen Betten geschlichtet. Ich weiß wovon ich rede . Mein Mann tastete sich mit dem Fusse an na ja und dann ...... ging alles wie von selbst. Dazu muß ich sagen, dass ich ein sehr friedlicher Mensch bin und ich konnte auch nicht lange böse sein! War vielleicht auch ein Grund warum unsere Ehe so harmonisch war.
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Deborah
am 29.03.13 um 13:03
Seit mein Mann immer unten auf dem Sofa schläft, weil er nicht mehr wach wird, wenn er beim Fernsehen einschläft, hat sich für mich etwas verändert. Ich vermisse ihn und es macht mich traurig. Immer wieder.
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Barbarella
am 16.03.13 um 01:27
Ich kann alle Kommentare nachvollziehen, allerdings ist es für mich umgekehrt, ich muss tagsüber nicht ständig mit dem Mann zusammen sein, aber das gemeinsame (Ein-)Schlafen ist für mich das Schönste überhaupt. Noch zusammen quatschen oder sich was vorlesen, aneinendergekuschelt einschlafen, morgens wieder aneinanderkuscheln und langsam wach werden... das ist mir das Schönste...
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Natalie
am 16.03.13 um 00:03
Ich kann mich ALLEN drei bisherigen Kommentaren nur anschließen. Mein Mann und ich sind jetzt fast 18 Jahre zusammen. Wir wohnen seit 15 Jahren zusammen. Davon seit inzwischen 10 Jahren in getrennten (Schlaf-)zimmern. Verheiratet sind wir übrigens erst seit knapp 3 Jahren, von "Rückzug aus der Ehe" kann also kaum die Rede sein, da wir uns ja erst nach 7 Jahren getrennter Zimmer überhaupt für die Ehe entschieden haben ;-) Das mit dem getrennt Schlafen war damals gar keine abrupte Entscheidung, sondern es hat sich einfach eingeschlichen, dass ich in unserer alten 2,5-Zimmer Wohnung zunehmend öfter im Wohnzimmer geschlafen habe. Mein Mann musste zur Frühschicht um 4.30 Uhr aufstehen, ich habe bis in die Puppen für's Studium gelernt... Als wir dann vor 10 Jahren in eine größere Wohnung umzogen, war gleich klar, dass wir getrennte Zimmer einrichten. Für uns hat es nur Vorteile. Jetzt wo wir auch ein gemeinsames Kind haben um so mehr. Warum müssen immer beide wach werden wenn sie
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Debbie
am 14.03.13 um 15:40
Mein Mann und ich schlafen schon seit locker 15 Jahren in getrennten Zimmern. Ich schnarche, wenn ich erkältet bin, er schnarcht das ganze Jahr. Mein Mann kann besser bei laufendem Fernseher schlafen, ich nicht. Unterschiedliche Hinleg- und Aufstehzeiten durch Schichtdienst tun ihr übriges. So habe ich einfach den besseren Schlaf. Das von Soulsister angesprochene Selbst-Gestalten-Können der Räume kommt noch dazu. Aber all das heißt doch aber nicht, dass man sich weniger liebt!
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Soulsister
am 14.03.13 um 09:29
Jedem Kind gesteht man ein eigenes Zimmer zu. Sobald ich verpartnert bin, soll ich keinen eigenen Raum mehr haben? Und wenn ich den einfordere, dann muss ich über meine Beziehung nachdenken? Quatsch!
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rosalie
am 06.03.13 um 20:05
so ein ausgemachter schwachsinn! KLAR kann man seinem partner sagen "ich möchte getrennte schlafzimmer" und KLAR kann das ganz harmlos sein und ausschließlich dem wohl des schlafes dienen. was für antiquierte vorstellungen! unglaublich, dass man zuerst flucht aus der ehe unterstellt oder sonstwas. wer DAS tut und braucht, der HAT schon ein problem. ein paar, bei dem nicht einer sagen kann, er möchte bitte GUT schlafen und das geht nicht zusammen macht das dann einfach. fertig! die idee ohrsöpsel zu nehmen anstatt einfach normal gut zu schlafen indem man allein schläft ist so sinnvoll wie der vorschlag ein gebrochens bein mit stöcken zu schienen anstatt zum arzt zu gehen. warum soll man sich quälen? nur weil man "das so macht"??? also bitte! guter schlaf ist essentiell für die gesundheit des menschen, warum sollte man dabei so verkrampft sein? wir sind ein ehepaar, das VON ANFANG an getrennte schlafzimmer hatte. wer sex nur hat, weil er zufällig im selben bett schläft ist arm
mehr (7)Vor Jahren erwähnte ich mal, dass wir getrennt schlafen, da sagte mein Gesprächspartner, bei mir täten sich Abgründe auf. Wenn man sich aber seine Beziehung mal anschaute (Gegenseitiges Überwachen, Hinterherschnüffeln, liebloser Umgang miteinander und Fremdgehen auf beiden Seiten) - naja, Hauptsache man liegt Nachts nebeneinander, dann ist ja alles gut...
Wir schlafen getrennt viel besser. Ich möchte noch im Bett lesen, mein Mann braucht es dunkel. Er steht früher auf, ich werde dann mitgeweckt, obwohl ich noch weiterschlafen könnte...... Jeder von uns kann sein Zimmer selbst gestalten ohne Diskussionen, ob es dem anderen gefällt. (Abstimmungspotential gibt es für den Rest des Hauses). Klamottenhaufen oder Bücherstapel sind kein Streitthema mehr. Und gerne besucht man sich gegenseitig!