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Startsocial: "Wir wollen den Helfern helfen"

Die Initiative "startsocial" vermittelt gemeinnützigen Initiativen Beratung bei Profis aus der Wirtschaft. Vorstand Christiane Görres erklärt, was das bringt.

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In diesem Artikel:

BRIGITTE-woman.de: Was können Ehrenamtliche von Wirtschaftsprofis lernen?

Christiane Görres: Gerade die jungen Initiativen mit tollen, innovativen Ideen, mit Freude und Tatendrang stehen häufig vor organisatorischen Problemen und haben Beratungsbedarf in den unterschiedlichsten Bereichen wie zum Beispiel in der Öffentlichkeitsarbeit oder im professionellen Fundraising. Dort will "startsocial" ansetzen: Unser Ziel ist es, einen Wissenstransfer aus der Wirtschaft in die ehrenamtliche soziale Projektarbeit herzustellen.

BRIGITTE-woman.de: Wie geschieht das konkret?

Christiane Görres: Seit 2001 führen wir einen Wettbewerb durch, in dem es pro Jahr 100 Beratungsstipendien zu gewinnen gibt. In jedem Durchlauf bewerben sich mehrere hundert soziale Initiativen. Alle erhalten ein ausführliches Expertenfeedback zu den eingereichten Konzepten. Allein diese Anregungen sind für viele sehr wertvoll und hilfreich.

Christiane Görres, Vorstand von "startsocial"

Christiane Görres, Vorstand von "startsocial"

BRIGITTE-woman.de: Was ist denn in dem Beratungsstipendium enthalten?

Christiane Görres: Das Stipendium läuft über drei Monate. In dieser Zeit können die Mitarbeiter des Projekts mit jeweils zwei Experten aus der Wirtschaft intensiv an ihrem Konzept oder an bestimmten Problemen arbeiten. Das Tolle dabei ist, dass unsere Coachs, die Fachleute aus der Wirtschaft, das vollständig kostenlos in ihrer Freizeit machen. Zudem bieten wir unseren Stipendiaten durch Bildungsveranstaltungen, Workshops und Präsentationsabende die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und ihre Projekte einem größeren Publikum vorzustellen...

BRIGITTE-woman.de: ...und es gibt darüber hinaus noch ein paar Hauptgewinne...

Christiane Görres: Sieben Projekte pro Jahr erhalten außerdem ein Preisgeld. Dafür stehen insgesamt 35.000 Euro zur Verfügung. Meist werden die Preise im Kanzleramt von unserer Schirmherrin, der Bundeskanzlerin, persönlich überreicht.

BRIGITTE-woman.de: Wer kann bei Ihrem Wettbewerb mitmachen?

Christiane Görres: Bewerben kann sich bei "startsocial" jedes soziale Projekt, das an der nachhaltigen Lösung eines sozialen Problems arbeitet, den Menschen in den Mittelpunkt der Arbeit stellt, überwiegend ehrenamtlich getragen ist und einen Projektstandort in Deutschland hat. Dies gilt für Einzelpersonen und Teams ebenso wie für Vereine, Verbände, Institutionen und Unternehmen. Neue soziale Ideen und Initiativen, die kurz vor der Umsetzung stehen, können sich ebenso bewerben wie schon länger laufende Projekte mit konkretem Beratungsbedarf.

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  • Christiane Görres ist seit Februar 2009 Vorstand von startsocial. Von 1997 bis 2004 war sie selbständige Kulturunternehmerin in Berlin; von 2004 bis 2008 war sie als persönliche Referentin der Hamburger Senatorin für Kultur, Sport und Medien tätig.

    Interview: Christine Tsolodimos
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