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"Wer weiß, wie es weitergeht", sagt sie oft. Nur weniges ist sicher im Leben von Karin Schmidt*. Sie mag ihre Arbeit als Kundenbetreuerin bei einer Personalvermittlung. Doch wie es weitergeht, wenn demnächst ihr Vertrag ausläuft und sie ihren Schreibtisch räumen muss, das weiß sie eben nicht. Das kleine Reihenhaus, in dem sie mit ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt - ob sie es auf Dauer halten kann? Seit Jahren hangelt sich die 50-Jährige von einem Zeitvertrag zum anderen. Dabei hat ihr Berufsleben viel versprechend angefangen: Nach der Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten arbeitete sie bei einer Krankenversicherung, bis zu einer zehnjährigen "Familienzeit" nach der Geburt ihrer Kinder. Als sie in den Beruf zurückwollte, fand sie keine unbefristete Anstellung mehr - bis heute. Aus Angst vor möglichen Schwierigkeiten am Arbeitsplatz gibt sie ihren echten Namen nicht öffentlich preis. "Ich bin froh, überhaupt wieder einen Job zu haben, und will nichts riskieren", sagt sie. Zeitverträge sind Trend in Deutschland: Allein im vergangenen Jahr hatten 2,7 Millionen Menschen eine befristete Stelle, so eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das entspricht 7,6 Prozent aller Beschäftigten, vor einigen Jahren war der Anteil der "Zeitverträgler" sogar noch etwas höher. Seit dem Jahr 2001 ist die Anzahl der befristeten Neueinstellungen von 32 auf 46 Prozent gestiegen.
* Namen von der Redaktion geändert







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am um
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chris
am 26.11.12 um 16:07
Unsolidarisch? Das ist ein Witz, wie ich ihn lange nicht hörte. Ich zahle für die Frauen, die sich bequem zu Hause über Jahre entspannen, die Krankenkassenkosten mit, später die Rente, obwohl sie selbst nicht viel einzahlten und zwischendurch nach Trennung die ALG II-Kosten, wenn sie nicht schnell ein Einkommen haben. Wo da die unsolidarische Haltung ist, ist mir nicht klar.
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FrauGeneral
am 26.11.12 um 15:54
Oh, ich wäre bei einem Streik dabei. Wie sah noch die Studie aus, die im europäischen Vergleich bei Frauen in Deutschland in Fürhrungspositionen..?Deutschland war auf dem drittletzten Platz....:-). Nun, von den prekärbeschäftigten Frauen wurde erst gar keine Studie angefertigt...
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Lizzi
am 22.11.12 um 14:41
Mir geht es ganz haargenau so, wie in dem obigen Fall beschrieben. Ich bin jetzt 51 Jahre alt und habe die letzten Jahre in befristeten Projekten gearbeitet. Mein letzter Vertrag als Angestellte lief Anfang 2011 aus. Bis jetzt habe ich keine neue Anstellung gefunden. In den letzten 3 Monaten hatte ich insgesamt 4 Vorstellunggespräche, auch in der freien Wirtschaft. Jedoch habe ich keinen dieser Jobs bekommen, obwohl ich dafür qualifiert war. Ich frage mich mittlerweile - woran liegts? Ich vermute es ist mein Alter, auch wenn kein Arbeitgeber, jemals eine negative Äußerung hierzu gemacht hat. Derzeit bin ich bei meinem Mann versichert und denke manchmal, dass für mich das Leben gelaufen ist. Es ist schon ein mieses Gefühlt keinen Euro zu verdienen. Ich fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes "Ohnmächtig". Frau van der Leyen schauen sie genau hin - hier ist Handlungsbedarf!!!
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chris
am 21.11.12 um 16:45
Lebensthema, Tacheless? Nein, eher etwas, das mir seit einiger Zeit, die das Thema weibliche Altersarmut massiv aufs Tapet gebracht wird, auffällt, denn in Altersarmut münden diese Berufsbiographien oft.
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tacheless
am 21.11.12 um 13:13
@chris
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chris
am 21.11.12 um 12:15
Hallo Marie,
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Marie
am 21.11.12 um 12:00
Liebe Chris,eine Vollzeitstelle würde ich jederzeit gerne annehmen,nur kann ich von einer schlecht bezahlten Vollzeitstelle nicht leben,es sein das in eine Hundehütte oder unter die Brücke ziehe. Also muß ich nach anderen Möglichkeiten suchen.Und 30Jahre Landwirtschaft haben Ihre Spuren hinterlassen.Unser Familienbetrieb könnte nicht mehr standhalten,zuwenig Einnahmen für harte Feldarbeit,zu hohe Unkosten.
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chris
am 21.11.12 um 08:35
Die Geschichten gleichen sich. Zunächst wird eine unbefristete Stelle (voll) abgelehnt, weil anderes wichtiger ist und irgendwann wendet sich das Blatt, weil die Ehe wie ca. 50 % scheitert, das Alter näher rückt und damit die Sorge um Versorung und dann soll sie auftauchen, die Stelle, die Sicherheit und Verlässlicheit bietet.
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tacheless
am 21.11.12 um 08:03
ich baue mir meine freiberufliche Selbständigkeit langsam und in dieser Wirtschaftszeit mühsam wieder auf, die ich vor vielen Jahren aufgab, um mit meiner Familie nach Osteuropa auszuwandern, wo mein Exmann damals nach langer ALZ wieder einen festen gutbezahlten Job bekam.
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Marie
am 20.11.12 um 19:33
Ich arbeitete Jahre im Privatenhaushalt als Haushälterin,erst Minijob dann Festangestellt.Auf Nachfrage einer kleinen Lohnerhöhung war ich out.
mehr (13)Und zu Europa: nirgens arbeiten Frauen so wenig wie in Deutschland und das bezieht auch Mütter und Frauen in Ländern ein, die weniger gute Organisation in Sachen Kitas haben.
Es wird immer auf Privatsache verwiesen, wenn es ums nicht arbeiten geht und auf Solidarität durch die Summe der Steuerzahler, wenn es um die Folgen geht. Das ist mein Problem.
Und nebenbei - in Deutschland ist mir als einziges europäisches Land, in dem ich lebte sehr viel Feindseeligkeit von anderen Müttern begegnet, die das Arbeiten als Mutter strikt ablehnten. Kenne ich nicht aus anderen Ländern.
Ich finde es immer wieder erstaunlich wie versucht wird die Arbeitsproblematik auf eine individuelle Biografie abzuwälzen. Ein geslleschaftliches Thema ist die Kindererziehung und auch die Altenbetreuung. Frauen haben das bisher nebenbei gemacht.
Auch liebe Chris, finde ich Deine Einstellung sehr unsolidarisch, nur weil Du wahrscheinlich ein wenig mehr Glück hattest als andere Frauen. Aber da wirst du die einzige sein, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Ich finde die Lohnpolitik und die Verdrängung der Frauen aus guten JObs sehr bedenklich.
Lasst uns streiken, es ist ZEIT.
Die Biographien der Betroffenen ähneln sich, die Verantwortung wurde bis zum Ausfall des Partners deligiert und nun soll bitte der Staat einspringen.
Mein Leben hat damit wenig zu tun. Viel damit zu tun hat aber die auch im Artikel angesprochene Berufswahl, die keine Vorsorge bedingt und die langen Ausfallzeiten, die für Industrienationen schon extrem sind.
Hinzu kommt, dass der Ausstieg ins Private nicht privat abgesichert werden soll sondern von der Gemeinschaft getragen werden soll und das finde ich seit dem Aufkommen des Themas gerade mit Blick auf jüngere Frauen (
hat so einen missionarischen touch was du da von dir gibst, obwohl du in diesem forum scheinbar selbst betroffen wohl kaum posten würdest, wenns nicht auch dein lebensthema wäre oder?
ich kenne Deinen "Fall" nicht sondern habe grundsätzlich etwas zum Thema angemerkt.
Sicher, es gibt Frauen und Männer, denen das Schicksal oder ihre Gesundheit es schwer macht. Aber darum ging es hier nicht
Im Artikel geht es darum, dass es ein strukturelles Problem ist und meiner Ansicht nach ist es das, wenn auch anders, als man es hier darstellt Man kann an der Berufswahl und auch an der Arbeitssituation von jungen Frauen sehen, dass es sich um ein sehr aktuelles handelt.
Ich unterstelle vielen wenn nicht den meisten Frauen, dass sie sich weder besonders viele Gedanken darum machen, ob sie von ihrem Einkommen (mit Kind/ern) leben könnten noch darum, ob sie im Alter ein Auskommen davon erwirtschaften könnten.
Wirtschaftliche Verantwortung wird gern an den Ehemann oder anonym an Staat und Gesellschaft deligiert und die eigene Entscheidung als eine Art Bestimmung dargestellt, die sie meiner Erfahrung nach nicht ist.
Das macht es schwierig.
Mach mir doch einfach einen Vorschlag,wie ich deiner Meinung nach gut leben und verdienen kann!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hier nun Forderungen an Staat und Gesellschaft zu stellen, halte ich für verlogen und mehr als schwierig.
Ähnlich wie die Forderung Berufe abzusichern, die man gerade wegen ihrer Lockerheit und Unverbindlicheit wählte.
Ich bin selbst Frau und Mutter und mich nervt diese Haltung sehr, die sehr rosinenpickerig ist und in jeder Lebensphase auf Komfort gebucht ist.
Da ich immer noch nicht ohne staatliche Unterstützung von meinen Arbeitsaufträgen leben kann, muss ich die Auflagen amtlichen "Wiedereingliederungsmaßnahmen" mitmachen. Wie kontraproduktiv die Formalitäten zu meinen Fähigkeiten und meinem Können stehen, erschwert eigentlich meine Energie nur sinnlos.
Der Fallmanager am Amt versucht mich in aushilfsnebenjobs zu "manövrieren", in denen ich weder fachlich noch gesundheitlich bestehen würde. Aber sein Job, die Kommune von den Anteilen meiner Unterstützung zu befreien, ist sein Job.
Mir nützt es nix, wenn ich als 60-jährige Frau mit Hüftarthrose weder für meine Rente vorsorgen kann noch eine OP zu vermeiden, wenn ich mich als VZ-Köchin in Großbetrie
Neue Stelle gleich gefunden.Freude
Um Lohn betrogen,um Urlaubstage,um Feiertage. Und weg.Zum Anwalt...
Jetzt telefonische Drohungen.
Arbeitsamt-Jobcenter.
Neues Jahr! vielleicht neuer Job! es lebe Deutschland........