Woody Allen-Zitate:
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- "Ich habe keine Angst vor dem Tod , ich möchte nur nicht dabeisein, wenn's passiert."
- "Ich hasse die Wirklichkeit, aber es ist der einzige Ort, an dem man ein gutes Steak bekommt."
- "Mich erstaunen Leute, die das Universum begreifen wollen, wo es schwierig genug ist, in Chinatown zurechtzukommen."
- "Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis."
- "Die Ehe ist der Versuch, die Probleme zu zweit zu lösen, die man alleine nicht hat."
- "Der Mensch besteht aus zwei Teilen - seinem Gehirn und seinem Körper. Aber der Körper hat mehr Spaß."
- "Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende."
- "Der Unterschied zwischen Tod und Sex ist, dass man das mit dem Tod allein abmachen kann und keiner sich über einen lustig macht."
- "Für Schopenhauer bestand die existenzielle Katastrophe weniger im Essen als im Knabbern. Schopenhauer wetterte gegen das ziellose Futtern von Erdnüssen und Kartoffelchips. Hat man einmal zu knabbern angefangen, meinte Schopenhauer, kann der menschliche Wille der Versuchung, weiterzuknabbern, nicht widerstehen, und das führt zu einem Universum voller Krümel."
- "Sex ohne Liebe ist ein hohles Erlebnis - aber von den hohlen Erlebnissen ist es eines der schönsten."
- "Ich bin wirklich erleichtert, dass sich das Universum endlich erklären lässt. Ich dachte schon, das Problem läge bei mir."
- "Die große Frage der Philosophie aber bleibt: Wenn das Leben sinnlos ist, wie lässt sich dann die Buchstabensuppe erklären?"
- "Ich habe einen Kurs im Schnellesen mitgemacht und bin nun in der Lage, 'Krieg und Frieden' in zwanzig Minuten durchzulesen. Es handelt von Rußland."
- "Geld ist besser als Armut - wenn auch nur aus finanziellen Gründen."
- "Meine Reflexe sind miserabel. Einmal bin ich von einem Auto überfahren worden, das einen Platten hatte und von zwei Typen geschoben wurde."
- "Natürlich gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur: wie weit ist sie von der Innenstadt entfernt, und wie lange hat sie offen?"
- "Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird."
- "Das ist New York: Du gibst ihnen das Geld und wirst trotzdem erstochen."
- "Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, aber für alle Fälle nehme ich immer Unterwäsche zum Wechseln mit."
- "Das Leben ist voller Leid, Krankheit, Schmerz - und zu kurz ist es übrigens auch."
- "Ich möchte nie einem Club angehören, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt. Und das ist genau die Einstellung, die ich Frauen gegenüber habe, seit ich erwachsen bin." (aus "Annie Hall")
- "Wenn wir uns jetzt küssen, haben wir das wenigstens hinter uns und können in Ruhe essen, dann verdauen wir das Essen auch besser." (aus "Annie Hall")
- "Du solltest mich als Umleitung auf der Autobahn des Lebens betrachten." (aus "Manhattan")
- "Ich war jahrelang in der Analyse, nichts ist passiert, mein armer Analytiker wurde so frustriert, am Ende hat er eine Salatbar aufgemacht." (aus "Hannah und ihre Schwestern")
Vorwärts
Woody Allen steckt mit seinen 76 Jahren noch immer voller Ideen
Bilder von New York fliegen in schnellen Schnitten über die Leinwand, dazu Jazzmusik und Schreibmaschinenbuchstaben, die sich zum Vorspann formieren - als säße man in einem Film von Woody Allen. Doch dies ist kein Film VON, sondern ein Film ÜBER Woody Allen.
Fast zwei Jahre lang begleitete der Dokumentarfilmer Robert Weide den Filmemacher. Den privaten Woody Allen, wie er - unvergleichlich, mit Schlapphut auf dem Kopf - durch die Straßen seiner Kindheit geht. Den Künstler und Schriftsteller Woody Allen bei sich Zuhause, wo er uns Einblick in sein Zettel-System gibt (jeder Zettel eine Idee - und Allen hat noch viele Zettel auf Halde!). Wie er neues Papier in die alte Olympia spannt, die er mit 16 Jahren für 40 Dollar kaufte. Jeden Gag, jedes Theaterstück, jeden Essay, jedes Drehbuch tippt er seitdem auf dieser Schreibmaschine, die niemals stillzustehen scheint. Wie sonst wäre es möglich, dass er seit 40 Jahren jedes Jahr einen Film fertig stellt?
Weides Dokumentation ist eine Zeitreise quer durch Allens Werk und Leben. Anders als Woodys Zettel passt dieses Lebenswerk kaum in eine Schublade, und natürlich nur schwer in 113 Minuten. Weide dokumentiert die enorme Bandbreite von Woody Allens Schaffen mit einer großartigen Auswahl von Film-Ausschnitten. Sowohl aus den frühen, klamaukigen Streifen wie "Bananas" und "Sleeper", als auch aus jenen, die längst Kult geworden sind: "Annie Hall", "Manhattan", "Hannah und ihre Schwestern". Auch "Midnight in Paris" kommt vor, der kommerziell erfolgreichste Allen-Film bislang. Man könnte als Zuschauer leicht den Überblick verlieren. Doch die Interviews mit Allens langjährigen Wegbegleitern, Freunden und Kollegen wie Diane Keaton oder Martin Scorsese dienen als roter Faden in "Woody Allen - A documentary". "Keiner ist wie Woody Allen", darin sind sie sich alle einig.
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Die Kommentare und Anekdoten machen Weides Film witzig, kurzweilig und spannend. Woody Allen selbst als Protagonist der Dokumentation ist deren Basis und Beglaubigung: Ohne Woody Allen wäre kein witziger Film über Woody Allen möglich. "Genau genommen hätte Woody drei Spielfilme in dem Zeitraum geschafft, den ich für diese Dokumentation benötigt habe", sagt Robert Weide. Wir sagen: Danke, dass sich Weide dieser Aufgabe angenommen hat!
P.S. Der nächste Allen-Film heißt "To Rome with Love" und kommt am 30. August in die deutschen Kinos. Zum Filmstart wird in BRIGITTE ein Interview mit Woody Allen erscheinen.
Mit Mia Farrow wollte ich aber doch nie tauschen.