Nebenverdienst gefällig?
Angelina und die anderen: Wenn Schauspieler Regie führen

Bei dem Film "In the Land of Blood and Honey" steht die prominenteste Besetzung hinter der Kamera: Angelina Jolie. Wenn Schauspieler Regie führen, kann das erfolgreich sein - und manchmal ziemlich nerven.

Angelina Jolie

Haben die Tage von Angelina Jolie eigentlich mehr als 24 Stunden? Oder wie sonst gehen ihr ihre vielfältigen Beschäftigungen scheinbar so mühelos von der Hand? Lässig jettet sie mit ihren sechs Kindern um die Welt, besucht als UN-Sonderbotschafterin Flüchtlingscamps, dreht einen Film nach dem anderen und pflegt ganz nebenbei eine Beziehung zum vermeintlich schönsten Mann der Welt. Und jetzt hat sie auch noch Regie geführt! Ihr Spielfilm-Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey", eine Liebesgeschichte aus dem Bosnienkrieg, wurde auf der Berlinale mit ähnlich großer Spannung erwartet wie die Vergabe der Bären.

Unser Fazit: Mit "In the Land of Blood and Honey" hat sich Angelina Jolie zu viel zugemutet. Vielleicht hätte sie nicht auch noch das Drehbuch selbst schreiben sollen. Die massive Brutalität in dem Film wirkt kalkuliert, die Liebesgeschichte zwischen einer Bosnierin und einem Serben zu wenig motiviert. Jolie hat zwar gut daran getan, ihren Film nicht mit bekannten Hollywood-Gesichtern zu besetzen, sondern mit bosnischen, serbischen und kroatischen Schauspielern. Trotzdem kommt "In the Land of Blood and Honey" leider nicht ohne melodramatische Hollywood-Momente aus. Ob Angelina Jolie noch mal den Platz vor der Kamera mit dem dahinter tauschen wird, weiß sie selbst noch nicht.

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  • Foto: Wild Bunch Germany (1), Cintext (11)
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