Schauspielerin
Christine Kaufmann: Ausflug nach Hollywood
Christine Kaufmann war ein Kinderstar, verheiratet mit Hollywood-Legende Tony Curtis und "Schönste Großmutter Deutschlands."
Christine Kaufmann
Mit Heimatfilmen wie "Wenn die Alpenrosen blüh'n" aus dem Jahr 1955 wächst die damals zehnjährige Christine den Zuschauern ans Herz. Schon als kleines Mädchen tanzte sie im Münchner Staatsopernballett.
Christine Kaufmann
Mit 15 spielt Christine Kaufmann an der Seite von Heinz Erhardt in "Der letzte Fußgänger". Als kecke Schülerin Kiki verdreht sie Studenten den Kopf, verprasst ihr Geld im Spielkasino und wandert mit dem braven Zeitungsarchivar Gottlieb Sänger (Erhardt) durch den Schwarzwald, statt im Schweizer Internat zu lernen.
Christine Kaufmann
Internationale Bekanntheit erlangt Christine Kaufmann 1961 durch Gottfried Reinhardts Film "Stadt ohne Mitleid". In dem Justizdrama spielt sie ein junges Mädchen, das von vier US-Soldaten vergewaltigt wird. Kirk Douglas tritt als Verteidiger der Soldaten auf. Für diese Rolle wurde Kaufmann als erste Deutsche mit dem Golden Globe als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.
Christine Kaufmann
Während der Dreharbeiten zu "Taras Bulba" lernt die 16-jährige Christine den 20 Jahre älteren Hollywood-Star Tony Curtis kennen. Die beiden verlieben sich, Curtis verlässt seine damalige Frau, die Schauspielerin Janet Leigh, und heiratet Christine Kaufmann 1963 in Las Vegas.
Christine Kaufmann
Nach vier Jahren Ehe trennen sich Curtis und Kaufmann. Die gemeinsamen Töchter Alexandra und Allegra ziehen mit der Mutter zurück nach Deutschland. Für Schlagzeilen sorgt Curtis 1972, als er die Kinder nach einem Besuch in London nicht zu ihrer Mutter zurückkehren lässt, sondern mit in die USA nimmt. Trotzdem wird Curtis später das alleinige Sorgerecht zugesprochen.
Allegra Curtis
Allegra Curtis wächst bei ihrem Vater auf. An die schauspielerischen Erfolge ihrer Halbschwester Jamie Lee Curtis kann sie zwar nicht anknüpfen, dafür posiert sie in den 1990er Jahren für den Playboy und arbeitet als Schmuckdesignerin.
Christine Kaufmann
Der große Durchbruch in Hollywood bleibt Christine Kaufmann verwehrt. Zurück in Deutschland spielt sie Theater und übernimmt Rollen in TV-Serien wie "Derrick" und "Der Kommissar". 1971 inszeniert Herbert Vesely sie in der Nabokov-Verfilmung "Das Bastardzeichen".
Christine Kaufmann
In Peter Zadeks Komödie "Die wilden Fünfziger" zeigt sich Christine Kaufmann oben und unten ohne. 1981 und 1995 zieht sie sich auch für den Playboy aus, was ihr den zweifelhaften Titel "Schönste Großmutter Deutschlands" einbringt.
Christine Kaufmann
Die Kaufmann ganz klamaukig: In der Sketch-Serie "Harald & Eddi" albert sie in den 1980er Jahren mit Harald Juhnke und Eddi Arent für die ARD.
Christine Kaufmann
Als biestige Nachbarin bekriegt sich Christine Kaufmann 1998 im Kinofilm "Caipiranha" mit Katharina Thalbach. 2001 feiert sie außerdem große Erfolge am Wiener Burgtheater. In "Der Jude von Malta" spielt sie unter Peter Zadek eine Doppelrolle als Äbtissin und Hure.
Christine Kaufmann
Seit einigen Jahren vertreibt Christine Kaufmann Kosmetik- und Wellness-Produkte bei einem Teleshopping-Sender. Außerdem schreibt sie autobiografische Bücher und Ratgeber, etwa "Verführung zur Lebenslust: Zen und Sinnlichkeit " oder "Christine Kaufmann und ich. Mein Doppelleben".
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