Entspannen

Lomi Lomi: Massage auf hawaiianisch

Wer Lomi Lomi erlebt hat, gerät ins Schwärmen. Lomi Lomi, die traditionelle hawaiianische Massage, berührt außen wie innen.

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Lomi Lomi Nui, das "einzigartige große Kneten"

Wie die sanften Tritte einer sich gemütlich rekelnden Katze, so fühlen sich die Hände auf meinem Rücken an. Genüsslich-rhythmisch bewegen sie sich auf und ab. Dazu exotische Blumen, wohlriechende Öle, tropische Wärme und leise Muschelhornklänge um mich herum. So fällt es leicht abzuschalten, den Alltag zu vergessen.

Exotisch geht's zu bei der traditionellen hawaiianischen Massage, der Lomi Lomi Nui, dem "einzigartigen großen Kneten", so die trockene deutsche Übersetzung. Später erfahre ich, dass "Lomi" in der nur zwölf Buchstaben umfassenden Inselsprache auch "mit den samtenen Pfoten einer zufriedenen Katze berühren" heißt. Das passt. Doch es wird nicht nur geknetet. Die Therapeuten ölen, tanzen, singen und beten auch. Kein Entspannungsangebot für die Mittagspause. Ein zwei- bis dreistündiges Eintauchen in eine andere Welt, das alle Sinne anspricht, vielleicht sogar eine spirituelle Erfahrung - je nach Qualität des Anwenders und vorausgesetzt, man ist bereit, sich darauf einzulassen.

Lomi Lomi Nui lässt Energien fließen

"Ursprünglich war diese Massage in der Körperarbeit der Schamanen, der Kahunas, Teil eines ganzheitlichen Übergangsrituals, das reinigen und auf Neuanfänge im Leben vorbereiten soll", erklärt mir Brinkfriede Sackenheim aus Grünendeich bei Hamburg. Während ihrer intensiven Ausbildung auf Hawaii ist die Frau mit dem bodenständigen norddeutschen Namen tief in die Geheimnisse von Lomi Lomi Nui eingetaucht. Die Berührungen sind mehr als eine Massage, sie sollen Körper und Geist verbinden.

Werden Verspannungen und Blockaden im Körper gelöst, können alle Energien wieder frei fließen. Dann erweitert sich nach der Huna- Lehre (Huna=Geheimnis), der traditionellen Lebensphilosophie der Hawaiianer, auch der geistige Spielraum, und es wird möglich, sich von ungünstigen Gedankenmustern und schlechten Gewohnheiten zu verabschieden. J ke kala - "Mögest du ganz loslassen können, Entspannung und völlige Freiheit finden", so ein hawaiianisches Heilgebet.

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  • Text: Monika Murphy-Witt
    Foto: iStockphoto
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