- In diesem Artikel:
-
- 1. Welche Grundsätze hat die Homöopathie?
- 2. Was sagt die Schulmedizin dazu?
- 3. Wie arbeitet die Homöopathie?
- 4. Wann wird Homöopathie eingesetzt?
- 5. Wann darf Homöopathie nicht angewandt werden?
- 6. Welche Nebenwirkungen können auftreten?
- 7. Welche Wechselwirkungen sind möglich?
- 8. Für wen ist Homöopathie geeignet?
- 9. Wer trägt die Kosten?
- 10. Wo gibt es mehr Infos?
1. Welche Grundsätze hat die Homöopathie?
Die Homöopathie (aus dem Griechischen, homoios = ähnlich, pathos = Leiden, Krankheit), vor gut 200 Jahren vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) entwickelt, betrachtet sich als eigenständiges Therapiesystem. Das Grundprinzip der Homöopathie ist die Ähnlichkeitsregel: "Similia similibus curentur" - Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden. Das bedeutet: Eine Krankheit lässt sich mit der Substanz heilen, die bei einem gesunden Menschen die gleichen Symptome hervorrufen würde.
„Alles nur Placebo? Wie Homöopathie wirkt, lässt sich bisher nicht nachweisen“
Um Nebenwirkungen und Risiken der teilweise giftigen und gefährlichen Wirkstoffe zu vermeiden, werden sie so lange verdünnt, bis der krankmachende Reiz in einen heilenden umschlägt. Diese "Potenzierung" erfolgt schrittweise: D-Potenzen werden jeweils im Verhältnis 1:10, C-Potenzen 1:100 und Q-Potenzen 1:50000 verdünnt. Beispiel: Ein Teil einer "Ursubstanz" wird mit 99 Teilen Alkohol durch kräftiges Schütteln zu einer C1-Lösung. Ein Teil davon mit 99 Teilen Alkohol verschüttelt, ergibt eine C2-Lösung usw. Je höher die Potenz, desto geringer die Konzentration des Wirkstoffes und desto größer laut Hahnemann die heilende Wirkung. Denn obwohl die ursprüngliche Substanz kaum noch nachweisbar ist, sind die in ihr enthaltenen Informationen nach Meinung der Homöopathen nach wie vor vorhanden. Sie geben dem Körper des Kranken wichtige Impulse, um Selbstheilungsprozesse in Gang zu setzen (Regulationsmedizin).
Die Auswahl des jeweiligen Mittels richtet sich in der Klassischen Homöopathie nicht allein nach den Symptomen des aktuellen Leidens, sondern auch nach der individuellen Verfassung, den persönlichen Eigenarten, den seelischen Befindlichkeiten und dem Verhalten des Patienten. Krankheit gilt als Störung, die den ganzen Menschen betrifft, als disharmonische Unordnung, die das körperlich-seelisch-geistige Gleichgewicht und den individuellen Rhythmus stört. Die Behandlung mit ganz speziellen ausgewählten Mitteln soll die Ordnung wieder herstellen und so die Krankheit an der Wurzel packen.
Dieses ganzheitliche Konzept gibt es in der modernen Komplexmittel-Homöopathie nicht. Sie beschränkt sich auf eine rein symptomatische Behandlung von Krankheiten. Im Mittelpunkt steht nicht mehr der Mensch sondern allein die diagnostizierte Krankheit - ähnlich wie in der Schulmedizin.







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