Hightech-Medizin

Besser hören, wieder sehen - das kann Medizin heute

Wenn Zähne, Augen oder Ohren nicht mehr so funktionieren, wie wir es gerne hätten, kommt Hightech-Medizin zum Einsatz. Ärzte haben heute raffinierte Lösungen zur Verfügung, damit wir wieder besser hören, sehen oder kauen können.

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Foto: Credit: laflor/istockphoto

"Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger." Nach diesem Motto geht es zurzeit in der Medizintechnologie voran. Die Fortschritte sind immens: Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass es einmal Handprothesen geben würde, die sich mit Impulsen aus dem Gehirn bewegen lassen? Oder Seh-Chips, mit deren Hilfe völlig Blinde sich wieder in ihrer Umgebung orientieren können?

Doch so beeindruckend solche Erfolge auch sind, die größten Hoffnungen ruhen auf einem anderen "Ersatzteillager": dem eigenen Körper. Gewebe wie Haut oder Knorpel können die Ärzte schon heute aus vorher entnommenen Körperzellen züchten. Was dringend fehlt, sind jedoch Organe wie Nieren oder Lungen, die krankheits- oder altersbedingt ausfallen. Solche Organe und komplexere Gewebe könnten aus Stammzellen wachsen, das sind Zellen, aus denen sich im Prinzip alle Arten von Geweben entwickeln können. Bisher ließen sich Stammzellen allerdings vor allem aus Embryonen gewinnen, was ethisch umstritten und in Deutschland gesetzlich verboten ist. Oder sie konnten bei Erwachsenen aus Blut oder Knochen entnommen werden, was sehr aufwändig ist.

Doch seit Kurzem gibt es eine neue Möglichkeit: Inzwischen gelingt es Wissenschaftlern, Körperzellen von Erwachsenen so zu manipulieren, dass sich ganz andere Zelltypen daraus entwickeln. Gerade haben Forscher an der Stanford University in Kalifornien erstmals Hautzellen im Labor in bestimmte Hirnzellen verwandelt. Angesichts solcher Erfolge erscheint es realistisch, dass wir tatsächlich noch Wunder erleben werden: die Züchtung ganzer Organe wie Leber oder Herz aus eigenen Körperzellen. Was sich heute schon durch körpereigene Gewebe oder Hightech-Medizintechnik ersetzen lässt, zeigen einige Beispiele auf den nächsten Seiten.

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  • Ein Artikel aus BRIGITTE Woman Heft 8/2012
    Text: Sabine Thor-Wiedemann
    Foto: laflor/istockphoto
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