Klimakterium

Wechseljahresbeschwerden

Hitzewallungen, Schlafstörungen, alles nervt: Wechseljahresbeschwerden können ganz schön anstrengend sein. Wie sie die Balance wieder finden.

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Wechseljahresbeschwerden - was ist das eigentlich?

Foto: A. Chederros/Onoky/Corbis

Zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr beginnen die Eierstöcke, die Hormonproduktion zu drosseln: Es kommt nun nicht mehr in jedem Zyklus ein Eisprung, dadurch kommt die Regel mal früher, mal später, mal stärker, mal schwächer. Oft treten auch Zwischenblutungen auf. Zehn bis 15 Jahre lang lässt die Gebärfähigkeit mehr und mehr nach, bis die Frau schließlich keine Kinder mehr bekommen kann - diesen Zeitraum bezeichnet man als Wechseljahre.

Mediziner verwenden für die Wechseljahre auch den Begriff Klimakterium, das bedeutet soviel wie Wendepunkt. Wechseljahre sind keine Krankheit, jedoch gehen mit den hormonellen Veränderungen häufig Beschwerden einher, die für die Betroffenen lästig und unangenehm sind.

Wer bekommt Wechseljahresbeschwerden?

Jede Frau kommt irgendwann in die Wechseljahre. Jede Vierte hat keine Beschwerden, der Rest leidet mehr oder weniger stark unter den hormonellen Veränderungen des Körpers und ihren Folgen. Wen es trifft und warum, ist bisher wenig erforscht. Fest steht aber, dass das Ausmaß der Beschwerden familiär veranlagt ist.

Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?

Fast jede zweite Frau leidet in den Wechseljahren unter Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Sie treten vor allem an Gesicht, Hals und Oberkörper auf und werden oft von Herzklopfen begleitet.

Viele Frauen können nachts nur schwer einschlafen und wachen wegen nächtlicher Schweißausbrüche häufig auf. Vermutlich sind Schlafstörungen der Grund dafür, dass Frauen in den Wechseljahren sich oft erschöpft fühlen.

Da der Körper nicht mehr so viel Östrogen produziert, werden die Schleimhäute der Scheide schlechter durchblutet und trocknen aus. Die Folgen: Es brennt und juckt, und manchmal tut es weh beim Sex - ein Problem, das bei drei von zehn Frauen auftritt. Auch das Gewebe der Harnblase und des Beckenbodens wird nicht mehr so gut durchblutet und erschlafft - es kann zu Blasenentzündungen und Inkontinenz kommen.

Viele Frauen erleben in den Wechseljahren außerdem heftige Stimmungsschwankungen: Sie fühlen sich reizbar und aggressiv, nervös und schnell erschöpft oder auch sehr niedergeschlagen.

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  • Text: Angelika Unger
BRIGITTE WOMAN
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