Foto: Gissemann/Fotolia
Hitzewallungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen – für viele Frauen sind das deutliche Zeichen dafür, dass ihr Körper weniger Hormone produziert. Doch nicht immer sind deswegen Medikamente nötig. "Leichte Beschwerden in den Wechseljahren lassen sich durch eine Veränderung des Lebensstils beheben. Dazu gehört viel Bewegung, ebenso wie eine gesunde Ernährung", sagt Professor Ingrid Gerhard aus Heidelberg. Auch ihr persönlich hätte das gut geholfen. Die Fachärztin für Frauenheilkunde, Naturheilverfahren und Umweltmedizin empfiehlt: "Viel Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, wenig Fleisch und tierische Produkte, besser eine vegetarische Ernährung als Mischkost. Vegetarierinnen haben nur selten Wechseljahrsbeschwerden."
Problematisch könnte dabei Rohkost werden. Sinkt der Östrogenspiegel, wird der Darm empfindlicher, viele Frauen vertragen Müsli und Ungegartes nicht mehr so gut. Die Alternative sind Getreidebreis und schonend gedämpftes oder einige Minuten blanchiertes Obst und Gemüse. Oft bereiten auch nur einige Arten wie Kohl Probleme, während "milde" Sorten wie Möhren und Fenchel roh gegessen werden können. Wichtig in jedem Fall, so Ingrid Gerhard: "Die Ernährung sollte mit Pflanzenhormonen angereichert werden." Die bekanntesten dieser "Phytohormone" sind die Isoflavone, die in Sojabohnen und Sojaprodukten wie Tofu stecken, und die Lignane, die vor allem in Leinsamen, aber auch in Hülsenfrüchten, Getreide, Gemüse (z. B. Brokkoli, Blumenkohl, Zwiebeln, Möhren) und Obst (z. B. Äpfel, Beeren, Birnen, Granatäpfel) zu finden sind. Ob sich Beschwerden durch den Verzehr von Phytohormonen immer lindern lassen, ist wissenschaftlich nicht belegt. Zwar leiden Asiatinnen, die ihr Leben lang viel Soja essen, kaum unter den Wechseljahren.







Die schönsten Seiten der Literatur



-
am um
-
BW-Team
am 21.11.12 um 09:56
Liebe kathrin,
-
kathrin
am 19.11.12 um 20:42
Ich würde gerne diese Granatapfel- Essenz brauen. Hat das schon eine gemacht? Welche Menge Alkohol benötigt man? Reicht ein halber Liter?
-
Sagsco
am 03.09.12 um 14:33
Gaby, mit Naturheilkunde (Homöopathie, Heilpflanzen usw.) kann man viele der Wechseljahrsbeschwerden lindern. Vielleicht gibts in der Nähe eine gute Heilpraktikerin. Am besten eine, die selbst in den Wechseljahren ist.
-
Gaby
am 30.08.12 um 16:53
Und was kann man tun, wenn man sich eh schon immer viel bewegt und gesund ernährt hat, und trotzdem Wechseljahrsbeschwerden bekommt? Dieser Artikel legt ja die Vermutung nahe, dass man selber Schuld ist, wenn man Beschwerden hat.
-
Sagsco
am 30.08.12 um 16:28
Getreide- B r e i s ... tsts ... mal in Wiktionary nachsehen.
-
Susanne
am 30.08.12 um 09:28
Am gesündesten ist immer noch eine Nahrung ohne tierische Bestandteile - go vegan! Veganerinnen nehmen im Alter nicht so schnell zu und essen ausserdem viel Sojaprodukte = ideal!! ;-))
mehr (6)wir haben die Experten in unserer Versuchsküche gefragt. Ihre Antwort: 300 bis 500ml müssten genügen.
Beste Grüße
Ihr BRIGITTE-woman.de-Team