- In diesem Artikel:
Was heißt das eigentlich, gut schlafen? Experten wissen, dass viele Menschen falsche Vorstellungen davon haben. So glauben die meisten immer noch an eine Idealschlafdauer von acht Stunden oder an den Mythos vom "Auf-Vorrat-Schlafen". Missverständnisse, die eine gelegentliche unruhige Nacht zur vermeintlichen Schlafstörung aufbauschen können.
1. Sobald ich im Bett liege, kreist das Gedankenkarussell.
Eigentlich kein Wunder. Denn meist kommt man im dunklen, stillen Schlafzimmer zum ersten Mal am Tag wirklich zur Ruhe. Alles, was uns in den letzten Stunden gefreut, verärgert oder belastet hat, meldet sich nun noch mal im Bewusstsein. Wir sind in Gedanken auf Alltagshektik und nicht auf Schlafen gepolt.
Eine körperliche Folge dieser Anspannung ist bei vielen, dass sich die Blutgefäße verengen, Hände und Füße werden kalt. Und eine zu niedrige Körpertemperatur erschwert das Einschlafen erwiesenermaßen.
Besser: warme Füße, kühler Kopf
Laut Forschungsergebnissen kann man den Körper mit einem kleinen, schnellen Trick relativ einfach auf Ruhemodus schalten, und somit auch das Gedankenkarussell ausbremsen. Die Zauberformel heißt: Füße warm halten!
Ob Fußbad oder durchblutungsfördernde Entspannungsübungen wie autogenes Training - sobald die Körpertemperatur steigt, werden die Augen schwer. Falls diese Sofortmaßnahme nicht hilft, kann man auf lange Sicht den Geist auch durch Rituale beruhigen. Beispielsweise jeden Abend eine halbe Stunde Grübelzeit im Kuschelsessel einplanen und den kreisenden Gedanken so einen festen Platz zuteilen. Am besten alles, was Sie belastet, auf einem Zettel notieren. Das verbannt die Quälgeister aus dem Bett.
Auch das allabendliche Abschminken mit eingelegter Entspannungs-CD (Musiktherapeuten empfehlen das "Brandenburgische Konzert Nr. 6" von J. S. Bach) und die anschließende Tasse Kräutertee bei Kerzenlicht signalisieren Körper und Geist: abschalten, loslassen, zur Ruhe kommen.
Weniger bewährt hat sich das Schäfchenzählen - hilft so gut wie nie. Entwerfen Sie stattdessen ein persönliches Ruhebild. Dazu im Kopf eine bestimmte Szene entwickeln, die angenehme Gefühle hervorruft, zum Beispiel in einer Hängematte am Palmenstrand liegen oder auf einer sonnigen Bergwiese Blumen pflücken.











