63 Prozent aller Frauen leiden an Knieproblemen. Warum? Wir haben weniger starke Beinmuskeln als Männer, laufen oft auf hohen Absätzen und nehmen beim Gehen häufig eine falsche Haltung ein: Unbewusst setzen wir die Füße vor- statt nebeneinander und belasten unsere Gelenke damit zusätzlich. Schmerzen treten vor allem auf, wenn man eine Treppe hinabgeht oder wenn man sich bückt, um etwas Schweres zu heben. Mit einem gezielten Training lässt sich dem entgegensteuern. Wichtig sind die richtige Balance der Muskeln, die das Gelenk stabilisieren und entlasten, sowie eine ausreichende Beweglichkeit. Ein Teil unserer Übungen verbindet deshalb Kraftaufbau und Dehnung. Übungen wie "Der Storch" oder "Tipp-Kick", die die Körperwahrnehmung und das Muskelzusammenspiel trainieren, verbessern zudem die Reflexe. Denn durch diese sogenannten "propriozeptiven" Übungen lernt das zentrale Nervensystem, schneller die optimale Muskelspannung zur Sicherung des Gelenks zu finden. Gleichzeitig hilft unser Programm, Ihre Hüftgelenke zu stärken - bei Knieschmerzen bereiten sie häufig ebenfalls Probleme.
Wer das ganze Workout machen möchte, sollte täglich etwa 30 Minuten einplanen. Sie können sich aber auch Ihre persönlichen Lieblingsübungen heraussuchen, sollten diese dann aber für einen ausgewogenen Trainingseffekt alle vier Wochen wechseln. Klar, bei Schmerzen immer erst zum Arzt. Und jetzt: viel Spaß!
1. Warm-up
Beugen und strecken Sie Ihre Sprung-, Knie- und Hüftgelenke im Wechsel, am besten im Rhythmus Ihrer Lieblingsmusik. Im Sitzen können Sie mit den Füßen zwei Tennisbälle rollen, das entspannt und massiert gleichzeitig. Ca. 60 Sekunden. Dann die verschiedenen Bewegungen kombinieren, z. B. Fußgelenke beugen und Knie strecken. Diese Übung ist auch ein perfekter Ausgleich für Highheel-Trägerinnen.







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