Heilkräuter
Klostergärten in Deutschland
Viele Klöster sind auch noch heute Zentren der Heilkunde und des Kräuteranbaus. Wir zeigen Ihnen die schönsten Kräuter- und Klostergärten in Deutschland.
Heilkräutergarten Kloster Adelberg
Eröffnet im Jahr 2000 im ehemaligen Prämonstratenserkloster Adelberg, besteht der Heilkräutergarten aus sechs Beeten.
Dort wachsen unter Anderem berühmte Heilpflanzen aus der traditionellen chinesischen Medizin sowie Heilkräuter Karls des Großen und des Pfarrers Sebastian Kneipp. Die Besonderheit des Gartens ist seine Vielfalt, er umfasst ca. 300 Pflanzenarten.
Im Juni findet im Kräutergarten ein Pflanzenflohmarkt statt. Außerdem gibt es ganzjährig Führungen und Seminare.
www.adelberg.de.
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© Welterbe Klostermedizin/Dr. Johannes Gottfried Mayer
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Kloster Oberzell
Der alten Klostertradition entsprechend zieht Schwester Leandra Ulsamer in ihrem 100 Quadratmeter großen Garten Heilpflanzen und Kräuter. Die Expertin kennt die Geschichte der Arzneipflanzen und ihre heutige Bedeutung. Sie weiß um die heilende Wirkung von Kräutern wie Beinwell oder Brennnessel und natürlich um die Herstellung von Salben, Tees und Umschlägen.
Ab Juli finden im Oberzeller Klostergarten mehrtägige Kurse statt. Schwerpunkt der ersten Veranstaltung sind ausgewählte Heilpflanzen und ihre ätherischen Öle.
Lesen Sie Texte von Schwester Leandra "Aus dem Oberzeller Kräutergarten" und informieren Sie sich über Veranstaltungen im Klostergarten Oberzell auf www.welterbe-klostermedizin.de.
Kloster Bronnbach
Die ehemalige Zisterzienserabtei Bronnbach aus dem 12. Jahrhundert liegt im Taubertal bei Wertheim. Der Gedanke eines Lebens im Rhythmus des Betens und Arbeitens - 'Ora et Labora' - ist bis heute grundlegend für die Zisterzienserorden.
Von März bis November können Besucher die weitläufige Klosteranlage mit ihrer romanischen Kirche und den barocken Sälen täglich besichtigen. Der Kräutergarten umfasst mehr als 200 Pflanzen und liegt direkt vor der Orangerie. Die Gärten geben Einblick in das einstige Leben der Mönche im Kloster Bronnbach. Im Rahmen der "Bronnbacher Kultouren" finden außerdem regelmäßig Konzerte, Seminare und Weinproben statt.
www.kloster-bronnbach.de.
Kräutergarten Kloster Lorsch
Gleich zwei Klostergärten gibt es im ehemaligen Kloster Lorsch, das erstmals im Jahre 764 Erwähnung fand und heute Welterbestätte der UNESCO ist. In beiden Fällen sind es Texte, die die Basis für die Gartengestaltung sind: 1981 wurde der kleine Kräutergarten nach einem Gedicht des Mönchs Walahfrid Strabo mit 24 Pflanzen angelegt. Die Blüte des Klosters in der Karolingerzeit hat auch das berühmte "Lorscher Arzneibuch" hervorgebracht, eine Sammlung medizinisch-pharmazeutischer Texte, eine Art Handbuch für den Mönchsarzt.
Dieser Schrift ist der zweite und größere Garten nachempfunden, der im Jahr 2000 mit Hilfe privater Spenden und öffentlicher Unterstützung realisiert wurde. Auf großen Hochbeeten wachsen ca. 150 Heil- und Würzpflanzen. Der Kräutergarten ist nicht nur ein guter Ort zum Studieren der Heilkräuter, er lädt seine Besucher auch ein, einfach mal sitzen zu bleiben und Kraft zu schöpfen.
Achtung! Ab August finden Bauarbeiten im Umfeld des Kräutergartens statt, nähere Informationen, auch zu Veranstaltungen, finden Sie auf www.kloster-lorsch.de.
Kräutergarten Kloster Lehnin
Die Gesundheitsberaterin Ute Werdin lädt Besucher zu einem Rundgang in den Kräutergärten des ehemaligen Zisterzienserklosters in der Mark Brandenburg ein.
Von April bis Oktober finden monatliche Führungen und Seminare statt zum Beispiel zum Thema Duftgarten, Naturkosmetik, Brandenburger Landpartie. Die Kräuter des Gartens sowie Essige, Tee, Salze, Gewürze und Aufstriche können in ihrem kleinen Laden gekauft werden. Im Garten befindet sich ein Bistro, in dem es selbstgemachte Holunderschorle, Kräutertees und Salate, und am Wochenende frisch gebackenes Kräuterbrot gibt. www.kraeuter-werdin.de.
Informationen zur Besichtigung des ehemaligen Klosters finden Sie außerdem auf www.klosterlehnin.de.
"Hexengarten" im Britzer Garten in Berlin
Ganz viel grün mitten in Berlin: Der 90 Hektar große Britzer Garten (ehemalige Bundesgartenschau 1985) im Bezirk Neukölln wurde 2002 unter die zehn schönsten deutschen Gärten gewählt. Zu den zahlreichen Sondergärten des Landschaftsparks gehört auch der "Hexengarten". Der mittelalterliche Burg- und Kräutergarten beherbergt – im Ambiente einer Burgruine – eine umfassende Sammlung wichtiger mittelalterlicher Heil- und Zierpflanzen, Arzneipflanzen, die schon Hildegard von Bingen beschrieb, außerdem Kräuter des Volksaberglaubens und der Magie.
Das Freilandlabor Britz e.V. bietet ganzjährig fachlich begleitete Streifzüge und Vorträge. Beachten Sie auch die Öffnungszeiten des Britzer Gartens.
Kräutergarten am Kloster Saarn
Im Kräutergarten am Kloster Saarn finden von Mai bis Oktober jeden zweiten Sonntag im Monat Führungen zu verschiedenen Themen statt. Die Wild- und Heilkräuterpädagogin Stefanie Horn koordiniert den Garten seit der Einweihung im Mai 2011. Sie bietet auch regelmäßige Kräuterworkshops an. Gemeinsam werden zum Beispiel Rezepte nach dem Vorbild Hildegard von Bingens ausprobiert und Wildkräutermenüs zusammengestellt.
Der Kräutergarten befindet sich in der Trägerschaft der "Freunde und Förderer Kloster Saarn". Anders als das Klostermuseum ist der Garten Besuchern immer geöffnet und kostenfrei zu besuchen.
www.museum-kloster-saarn.de.
Museum Schloss Moyland
Die Geschichte des Schlosses am Niederrhein reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Die mittelalterliche Wasserburg wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut.
Heute gibt es neben einem Skulpturenpark und einem architektonischen Garten auch einen Kräutergarten. Der Kräutergarten wurde angelegt nach dem Vorbild des "Anholter-Moyländer-Kräuterbuches" aus dem Jahre 1470. Am Wochenende des 2./3. Juni findet zum 13. Mal das Moyländer Kräutergartenfest statt. Auf dem Festprogramm stehen unter Anderem Führungen, Lesungen, Wanderungen und kräuterpädagogische Angebote für Erwachsene und Kinder.
www.moyland.de.
Kloster St. Marienstern
Über 500 Pflanzenarten wachsen im 6000 Quadratmeter großen Umwelt- und Lehrgarten des Ernährungs- und Kräuterzentrums Kloster St. Marienstern in der Lausitz. Seit 2001 wird zur Saisoneröffnung im angrenzenden Lippe-Park der Baum des Jahres gepflanzt. In der Gartensaison von Mai bis Oktober sind Besichtigungen, auf Anfrage auch Führungen, in verschiedenen gärtnerischen Bereichen möglich (historischer Bauerngarten, historischer Kräutergarten, Streuobstwiese und Spalierobst, Biotope im Garten usw.).
Öffnungszeiten, Informationen und Veranstaltungshinweise finden Sie auf der Website des Kloster St. Marienstern.
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