Wechseljahre
Mit Hormon-Yoga zu natürlicher Balance

Mehr Vitalität und Ausgeglichenheit mit Hormon-Yoga: In unseren Videos zeigt die Entwicklerin der Therapie, Dinah Rodrigues, die sanften Übungen.

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Dinah Rodrigues - die Erfinderin des Hormon Yoga

Gedanken an das eigene Klimakterium schieben Frauen gern weit von sich, sagt Dinah Rodrigues. Erst wenn der hormonelle Aufruhr Beschwerden verursacht, suchen sie Hilfe. Schade, meint die Psychologin aus São Paulo. Denn wenn wir uns auf diese Zeit der Veränderungen vorbereiten würden, könnten wir unseren Organismus besser auf eine mehr oder weniger problemlose Menopause einstellen, auch ohne Hormonersatztherapie.

Um den sinkenden körpereigenen Hormonspiegel wieder zu heben, hat sie mit Mitte 60 das ganzheitliche Hormon-Yoga entwickelt, das sie in ihrer Praxis und auch in Seminaren in anderen Ländern vermittelt. Darin sind Elemente aus verschiedenen Yoga-Richtungen vereint, die alle gezielt auf Eierstöcke, Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und Nebennieren wirken. Die Brasilianerin ist selbst der beste Beweis für die Wirkung ihrer Hormon-Yoga-Therapie - sie strahlt vor Energie und Lebensfreude.

Einführung ins Hormon-Yoga

Die speziellen Übungen der Yoga-Therapeutin helfen Frauen in den Wechseljahren, ihre Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In diesem Video stellt Dinah Rodrigues ihr Hormon-Yoga-Programm vor.

Hormon-Yoga: Blasebalg-Atmung

Die Blasebalg- oder Feueratmung, genannt "Bhastrika", macht die Yoga-Übungen dynamischer und verstärkt so ihren Effekt. Dabei bewegt sich der Bauchnabel beim Einatmen nach außen. Beim Ausatmen wird die Luft kraftvoll durch die Nase ausgestoßen, indem der Nabel nach innen gezogen wird. Diese Atmung wirkt wie eine Massage auf die inneren Organe und aktiviert die eigene Energie.

Hormon-Yoga: Dehnung der Beine

Eine gute Vorbereitung für alle Hormon-Yoga-Übungen. Sie wärmt und lockert die hintere Beinmuskulatur: Sie legen sich auf den Rücken und winkeln Sie die Beine so an, dass Sie Ihre großen Zehen mit den Händen greifen können. Nun den Körper nach rechts drehen, Zehen dabei gut festhalten und das rechte Bein am Boden ausstrecken.

Halten Sie diese Position, wenn möglich, bis Sie bis fünf gezählt haben. Ist das nicht möglich, versuchen Sie es erst einmal nur für eine Sekunde. Dann winkeln Sie das Bein wieder an, drehen sich nach links und strecken Ihr linkes Bein aus. Etwas Geduld! Mit der Zeit wird es Ihnen nicht mehr schwerfallen, die Streckung länger zu halten.

Hormon-Yoga: Kopf-Knie-Sitz

Diese Position - sie heißt "Janushirshasana" - aktiviert nacheinander beide Körperhälften. Gleichzeitig setzen Sie die Bhastrika-Atmung ein. Sie sitzen auf dem Boden, Rücken gerade, das linke Bein ausgestreckt, das rechte so angewinkelt, dass die Ferse nahe am Damm liegt.

Nun heben Sie die Arme, drehen sich leicht nach links und lassen sich nach vorn sinken. Versuchen Sie, mit beiden Händen den linken großen Zeh zu fassen. Wenn Sie nicht so weit kommen, legen Sie die Hände auf den Unterschenkel. Jetzt machen Sie siebenmal die Bhastrika-Atmung.

Danach lassen Sie die Energie zirkulieren: Dazu atmen Sie ein, halten den Atem an, legen die Zunge an den Gaumen, spannen den Beckenboden an, zählen bis drei und konzentrieren Ihre Gedanken auf den Unterleib. Zum Schluss atmen Sie langsam aus, lösen die Haltung auf und wechseln dann die Seite. Auch diese Übung dreimal auf jeder Seite machen.

Hormon-Yoga: Drehsitz

Diese dreiteilige Übung, "Matsyendrasana", wirkt wie eine innere Massage. Sie sitzen auf dem Boden, die Beine sind nebeneinander gerade ausgestreckt. Stellen Sie das rechte Bein angewinkelt auf und umfassen Sie es mit den Händen.

Machen Sie sieben Bhastrikas, lassen Sie anschließend die Energie - wie beim Kopf-Knie-Sitz - zirkulieren und stellen Sie dann den rechten Fuß auf die andere Seite Ihres ausgestreckten linken Beines. Drehen Sie sich jetzt so weit, dass Sie das angewinkelte Bein mit dem linken Arm umfassen und sich mit der rechten Hand hinter dem Körper aufstützen können. Ihr Blick geht nach hinten.

Dann machen Sie noch einmal sieben Bhastrikas und lassen erneut die Energie zirkulieren. Danach lösen Sie die Position langsam auf und wiederholen die Übung auf der anderen Seite.

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  • Redaktion: Monika Murphy-Witt
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