Gartenarbeit
Warum uns Buddeln glücklich macht

Gartenarbeit ist ein sinnliches Vergnügen. Es entspannt, ersetzt das Fitness-Studio - und für einige ist die Arbeit im Grünen sogar Therapie.

In diesem Artikel:

Selbst Angela Merkel entspannt mit Gartenarbeit

Buddeln, Wühlen, Wohlfühlen!

Buddeln, Wühlen, Wohlfühlen!

Wer gärtnert, grübelt nicht. Zu säen, zu pflanzen und mit den Händen in der Erde zu wühlen hat meditativen Charakter. Wenn wir kleine Setzlinge in neu angelegte Beete versenken, den frischen Duft von geschnittenem Gras und Kräutern schnuppern oder selbst gepflückte Erdbeeren naschen, lösen sich Hektik und Sorgen schnell auf. Gartenarbeit ist ein Erlebnis für alle Sinne. Wahrscheinlich ist sie deshalb eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Zwei Drittel aller Deutschen jäten, graben und harken, ein Drittel sogar häufig. Selbst Kanzlerin Angela Merkel bekennt auf ihrer Website: "Entspannung vom anstrengenden Politikalltag finde ich in der Gartenarbeit."

Natur und Grünanlagen tun, wie Wissenschaftler längst herausgefunden haben, Körper und Seele gut. Allein Blumen und Pflanzen anzuschauen wirkt - zusammen mit Naturgeräuschen - entspannend, senkt den Blutdruck und lindert Schmerzen. Sich bei Gartenarbeit in frischer Luft und Sonnenschein zu bewegen baut Stress und Ängste ab und sorgt wie ein natürliches Antidepressivum für gute Laune, Zufriedenheit und Gelassenheit. Gärtnern erdet.

Je vielfältiger die Pflanzenwelt, desto besser für die Psyche. Und je mehr Zeit Menschen in der Natur verbringen, desto weniger egoistisch sind sie und desto netter zu ihren Mitmenschen. Doch ein Garten ist nicht nur ein Ort zum Wohlfühlen, er ist auch ein Fitnesszentrum, in dem sich ganz nebenbei etwas für die eigene Gesundheit tun lässt. Beim Rasenmähen, Beetehacken und Rosenschneiden werden alle Muskelgruppen an Armen und Beinen, Rücken und Bauch eingesetzt. Das fördert Kraft und Beweglichkeit, trainiert den Kreislauf und stärkt die Knochen. Außerdem bildet der Körper Vitamin D, das nicht nur Osteoporose, sondern auch anderen Krankheiten wie Krebs und Herzproblemen vorbeugt. Der Stoffwechsel wird angekurbelt, dazu das Immunsystem gestärkt, das Diabetesrisiko gesenkt, und die Blutfette werden positiv beeinflusst - das "gute" HDL-Cholesterin steigt, das "böse" LDL-Cholesterin sinkt.

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  • Text: Ingrid Glomp
    Foto: iStockphoto
    Illustrationen: Olaf Hayek

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