Für eine starke Mitte

Sieben Beckenboden-Übungen

Diese Beckenboden-Übungen aktivieren das Powerzentrum unseres Körpers. Zusammengestellt hat sie Körpertherapeutin Irene Lang-Reeves - mit Videos zum Nachmachen.

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In diesem Artikel:

Wer ihn aktiviert, kann sein Leben komplett verändern.

Ein gut trainierter Bizeps - davon träumen viele Frauen, spätestens seit der öffentlichen Diskussion um Michelle Obamas Oberarme. Dabei gibt es in unserem Körper Muskeln, die weitaus wichtiger sind. Für unsere Gesundheit, unsere Energie, unsere Ausstrahlung und unsere Lebensfreude. Doch diese Muskulatur arbeitet im Geheimen, unbeachtet und tabuisiert – unser Beckenboden. Selbst wer sie kennt, kümmert sich meist nicht um sie. Erst wenn sie schlappmacht, merken wir, was sie tagtäglich für uns leistet. Denn die handtellergroße, aus drei Schichten bestehende Muskulatur kann weit mehr, als unseren Beckenausgang wirksam zu verschließen. „Der Beckenboden ist das Powerzentrum in der Mitte unseres Körpers“, sagt Irene Lang-Reeves, 49, Diplom- Biologin und Heilpraktikerin mit langjähriger Erfahrung in Körperpsychotherapie. „Wer ihn aktiviert, kann sein Leben komplett verändern. Man wird leistungsfähiger und fitter, ist besser drauf und fühlt sich einfach jünger.“ Der Beckenboden verbindet Füße und Beine mit dem Oberkörper und richtet uns auf. Diese Muskulatur ist der Schlüssel zu allen unseren Bewegungen, zu guter Körperhaltung, zu Dynamik, stabilem Gleichgewicht und harmonischer Koordination.

Mit Beckenboden-Übungen beginnen, bevor es nötig wird

Ist sie kräftig und aktiv, baut sich im ganzen Körper eine gesunde Spannung auf. Unsere Bewegungen sind fließend, wir stehen fest auf der Erde, sind in den Schultern aber locker, offen und frei nach oben. „Bewege ich mich bewusst aus dem Beckenboden heraus, verändert sich der Tonus der gesamten Rumpfmuskulatur“, sagt Irene Lang-Reeves. „In zwei Sekunden ist der Bauch flacher, die Innenseiten der Oberschenkel werden geliftet. Ich bin dynamischer, fühle mich wohler und sehe sofort besser aus.“ Eine solche Haltung strahlt nicht nur Schönheit und Stärke aus, sie macht zudem psychisch belastbarer, stabiler, gelassener. Und sie versorgt uns mit Energie. Für die asiatischen Bewegungslehren nichts Neues. Ob Yoga, Qi- Gong oder Aikido, sie alle nutzen den aktiven Beckenboden – auch wenn sie diese Kraft anders nennen –, um den Fluss der Lebensenergie zu verbessern. „Messungen haben gezeigt“, so die Expertin, „dass eine gezielte Anspannung des Pc-Muskels (Pubococcygeus- Muskel) im Beckenboden vermehrt Energie übers Rückenmark bis ins Gehirn strömen lässt. Ein aktiver Beckenboden funktioniert also wie eine Art Dynamo – durch Bewegung lädt er den ganzen Körper auf.“ Grund genug, ihn regelmäßig zu trainieren. Am besten bevor sich die ersten Schwächen zeigen – vor allem bevor der Östrogenabfall in den Wechseljahren ihn zu sehr erschlaffen lässt und Inkontinenz ein Blasenvorfall oder eine Gebärmuttersenkung drohen.

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  • Text: Monika Murphy-Witt
    Film: Bianka Echtermeyer & Henning Hönicke
    Foto: Nele Martensen
Letzte Kommentare
  • BW-Team
    am 16.04.12 um 11:36
    Liebe sophie,

    uns ist nicht ganz klar, wie wir Ihnen die Übung genauer beschreiben könnten. Wichtig ist für Sie, dass Sie beim Aufstehen, den Beckenboden ganz fest anspannen. Erst dann ergibt sich der federleichte Gang.
    Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.
    Viele Grüße,
    Ihr BRIGITTE-woman.de-Team

  • sophie
    am 12.04.12 um 22:37
    Mir gefallen die Beckenbodenübungen sehr gut. Lediglich bei der ersten Übung der Tänzerin tue ich mich schwer die Schritte nach zu vollziehen. Die schriftliche Beschreibung hilft wenig weiter. Das Video mit Blick auf die Beine ist kurz. Gibt es noch eine bessere Beschreibung? Wäre daran interessiert und würde mich sehr freuen , da ich Hockerübungen vorziehe für Beckenbodengymnastik.
    Viele Grüße Sophie
  • BW-Team
    am 05.01.12 um 12:05
    Liebe Frau Kruhme,
    haben Sie unsere Druckfunktion oben rechts benutzt? Damit können Sie ausdrucken, ohne Werbung auf der Seite zu haben. Leider gibt es die Übungen nicht auf DVD.

    Viele Grüße,
    Ihr BRIGITTE-woman.de-Team

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